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Michael Martin für „Terra“ gefeiert

Ein Feuerwerk an grandiosen Bildern

Ahlen

Was für eine eindrucksvolle Show: Mit „Terra“ bewies Reisefotograf Michael Martin, dass er unumstritten zu den Stars der Multivision-Szene gehört.

Von Dierk Hartleb

Der sympathische Fotograf und Diplom-Geograf Michael Martin erfüllte an seinem Büchertisch alle Autogrammwünsche und freute sich über viele anerkennende Worte.

Wäre es nicht schon nach halb elf gewesen, hätten die meisten Michael Martin sicher gern noch länger zugehört. Aber das mehr als zweistündige Bilderfeuerwerk des neuesten Multivisionsvortrags „Terra“ hatte selbst die begeistertsten Zuschauerinnen und Zuschauer in der Stadthalle an ihre Grenzen gebracht.

Der Profi-Fotograf und Diplom-Geograf aus München präsentierte nämlich bei seinem fünften Auftritt im Rahmen der Multivisionsreihe von „Ahlener Zeitung“, Stadthalle und Volksbank am Mittwochabend nicht weniger als zehn „Gesichter der Erde“, so der Untertitel des Vortrags, für den Martin die besten von insgesamt 300 000 Fotos, die bei 32 Reisen in fünf Jahren entstanden waren, ausgewählt hatte. Nur die eingangs gezeigten Bilder vom Blauen Planten aus dem Weltraum stammten nicht von ihm, wie er im Gespräch mit Redaktionsleiter Peter Harke im Anschluss aufklärte. Sich selbst einmal auf ei­nen Ausflug ins All zu begeben, hätte für ihn durchaus seinen Reiz. Es müsste aber schon mehr sein als nur ein Kurztrip in die Schwerelosigkeit.

Start in den Anden

Seine Bilderreise startete Michael Martin in den Anden, wo die Nazca-Platte unter die südamerikanische Platte taucht und für die Heraushebung der Gebirgskette sorgt. Seine grandiosen Fotografien begleitete der Referent mit sachkundigen Ausführungen zu den jeweiligen geologischen Gegebenheiten der vorgestellten Region, nicht ohne auch die dort lebende indigene Bevölkerung ins Bild zu rücken. Stets mit Respekt näherte er sich den Ureinwohnern wie den Mursi am Fluss Omo in Äthiopien und porträtierte sie in ihrem authentischen Lebensumfeld. Und ihre Gastfreundschaft nahmen er, seine Frau Eli und ein weiterer wissenschaftlicher Begleiter mehr als einmal dankbar in Anspruch.

Aras in Amazonien – auch sie sind bedroht, wenn der Regenwald weiter abgeholzt wird. Foto: Michael Martin

Über Amazonien und durch das Rift Valley in Ostafrika führte die Reise weiter auf die Arabische Halbinsel mit ihren Wendekreiswüsten und von dort weiter zur Quelle des Ganges im Himalaya, in die Mongolei und nach Sibirien, in die Arktis und zurück auf die Südhalbkugel und zu den dortigen atemberaubend schönen Atollen mitten im Pazifik. Mit einer fotografischen Kaskade von Vulkanaktivitäten in Polynesien beendete Michael Martin die eindrucksvolle Show.

Erde ist noch intakt

„Die Erde ist noch intakt“, befand der Fotograf, aber der Mensch sei auf dem besten Weg, seine eigenen Lebensgrundlagen zu zerstören. Auch ohne den Menschen werde die Erde weiter bestehen, führte Michael Martin weiter aus, der eindringlich an alle appellierte, sich für die Einhaltung des in Paris vereinbarten Erderwärmungsziels unter 1,5 Grad einzusetzen. Die Resonanz des Publikums war eindeutig: minutenlang anhaltender Applaus und frenetischer Jubel.

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