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160 Pilger ziehen die Ahlener Halde hinauf

Ein Kreuzweg für den Frieden

Ahlen

Der erste Haldenkreuzweg nach der Corona-Pause stand ganz im Zeichen des Krieges in der Ukraine. Die Teilnehmer beteten und sangen für einen baldigen Frieden. Landrat Dr. Olaf Gericke informierte zudem übetr die Flüchtlingssituation im Kreis Warendorf.

Von Peter Schniederjürgen

Rund 160 Pilger zogen die Halde an der Zeche hinauf. Landrat Dr. Olaf Gericke (kl. Bild) beleuchtete die Flüchtlingssituation im Kreis. Foto: Peter Schniederjürgen

„Der erste Haldenkreuzweg nach dem Corona-Stop für Veranstaltungen wird ausgerechnet zum Kreuzweg für den Frieden“, begrüßte Organisatorin Martina Jotzeit die gut 160 Pilger am Samstagnachmittag. Diese trafen sich bei typischem Aprilwetter auf dem Zechenparkplatz vor der Besteigung der Halde entlang des künstlerisch gestalteten Kreuzweges. Mit Martina Jotzeit, Vorsitzende des veranstaltenden „Fördervereins Haldenkreuz“, begaben sich auch Vertreter der christlichen Gemeinden mit auf die Halde. Dazu noch Politprominenz der Stadt und des Kreises Warendorf.

1800 Flüchtlinge im Kreis

So bat Martina Jotzeit Landrat Dr. Olaf Gericke um einen Stand in Sachen Flüchtlingssituation. „Wir haben – Stand Freitagmittag – kreisweit 1800 Flüchtlinge aus der Ukraine, und davon 260 in Ahlen“, erklärte der Landrat. So seien im Kreis alleine etwa 700 Minderjährige aus dem Kriegsgebiet untergebracht. Dabei handele es sich nicht nur um Ukrainer. „Es sind auch zahlreiche Studenten und andere in dem angegriffenen Land lebende Ausländer zu uns gekommen“, berichtete der Landrat. Dabei hob er ausdrücklich das ehrenamtliche Engagement hervor. „Das hat diese schnelle Aufnahme überhaupt erst möglich gemacht“, dankte er aber auch den Helfern in Verbänden und in den Verwaltungen.

Dann zogen die Pilger an den Stelen des Kreuzwegs vorbei die Halde hinauf. An den einzelnen Stationen gedachten die Gläubigen der Leiden Christi. Dabei standen diesmal jedoch Putins Angriff auf die Ukraine und die Gräueltaten seiner Armee im Vordergrund der Gebete und Andachten. An jeder Station trug ein Vertreter einer Gemeinde seine Gedanken in Gebetsform vor. Vieles befasste sich mit den unschuldigen Opfern des Krieges.

Die Stationen des Kreuzweges

Entlang des gewundenen Wegs zeigt der Kreuzweg alle Stationen eines Lebens. Der Pilgerzug auf die höchste Erhebung in der weiteren Umgebung beginnt immer an der ersten Stele, „0“genannt. Sie ist der Hinweis auf die 14 folgenden, die den Leidensweg Christi aufzeigen sollen.

Den Pilgerzug begleiteten Pfarrer Reinhardt Kleine­wiese von der katholischen Kirchengemeinde, die evangelische Pfarrerin Dr. Petra Gosda, Benjamin Bartels von der freikirchlichen Gemeinde und von der St.-Georgs-Gemeinde Jakob Zeren und Shabo Hanna. Sie alle mahnten zu Frieden und Menschlichkeit nicht nur in der Osterzeit.

Kerzen für den Frieden

Die Gebete und Lieder, wurden musikalisch vom Blasorchester Dolberg begleitet. Die Jugendfeuerwehr und das Rote Kreuz waren ebenfalls im Einsatz.

An den einzelnen Stationen wurde gebetet. Foto: Peter Schniederjürgen

Mit dem abschließenden Wortgottesdienst der Geistlichen auf dem Gipfel der Halde setzten die Pilger ein Zeichen für den Wunsch nach Frieden und Freiheit sowie nach Toleranz und Achtung der Menschenwürde. Schließlich segneten die Geistlichen noch Kerzen, die für den Frieden brennen sollen.

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