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Schuljahresabschluss im Projekt „Gleiche Kinder – gleiche Chancen“

Ein Prinz kann auch ein Polizist sein

Ahlen

Kinder, die mit ihren Familien aus Südosteuropa eingewandert sind, können oft Unterstützung gebrauchen. Das Projekt „Gleiche Kinder – gleiche Chancen“ dient dazu.

Abschlussaktion mit der Schulleiterin Antonia Heringloh, OGS-Leiterin Manuela Wend, Theaterpädagogin Lisei Riemer und der Projektmitarbeiterin Ergül Aydemir zusammen mit den Schülerinnen und Schülern der Diesterwegschule. Foto: Innosozial

Das Innosozial-Projekt „Gleiche Kinder – gleiche Chancen – neue Förderung – neue Chancen!“ richtet sich an zugewanderte südosteuropäische Kinder im Grundschulalter und ihre Familien. Ziel dabei ist, neuzugewanderte Mädchen und Jungen vor Diskriminierungs- und Ausgrenzungserfahrungen zu schützen und Raum für ihre Selbstentfaltung zu schaffen. Jetzt ging eine Förderperiode zu Ende und die Gruppe startete eine Verkleidungsaktion.

Seit 2018 werden laut Innosozial im Rahmen des Projekts vier Bausteine angeboten: die Kulturbrücke, die theaterpädagogische „Erlebniskiste“, die Lernförderung sowie der Eltern-Kind-Treff. „Das Projekt ist in Ahlen sehr gut etabliert und mittlerweile ein fester Bestandteil, wenn es um Beratung, Begleitung und Förderung von Chancengleichheit für Kinder aus Südosteuropa geht. Mit der neuen Förderung vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ist die Finanzierung für das nächste Jahr gesichert“, berichtet Projektleiterin Agnieszka Bednorz.

Eigene Potenziale entdecken

Der Baustein „Erlebniskiste“ wird an der Diesterwegschule wöchentlich unter der Leitung einer Theaterpädagogin angeboten. Hier können die Kinder in ihrem unmittelbaren Sozialraum und einer ihnen sehr vertrauten Gruppe eigene Potenziale, Talente, Fähigkeiten und soziale Kompetenzen entdecken und stärken. Durch das Zusammenbringen junger Menschen aus verschiedenen Kulturen wird ein positives Bewusstsein für Vielfalt geschaffen. Die gruppendynamischen Aktionen fördern den Dialog und bekämpfen so Rassismus und Ausgrenzung.

Eintauchen in die Märchenwelt

Zum Abschluss der Förderperiode und des Schuljahres präsentierten die Kinder aus der „Erlebniskiste“ Märchenfiguren. Märchen sind ein altes und wichtiges Kulturgut, das Erwachsene und Kinder fasziniert. Daher beschäftigten sich in diesem Jahr die Kinder aus der ersten und zweiten Klasse mit dem Thema. Sie lernten neben den Inhalten verschiedener Märchen nicht nur die gängigen Rollen wie Prinz, Hexe oder Prinzessin kennen, sondern durften diese auch ausprobieren und die Figuren abwandeln. Aus dem Prinzen wurde mal ein Räuber, mal sogar ein Polizist. „Als Abschlussaktion durften die Kinder in verschiedene Rollen schlüpfen und sich ausprobieren“, erklärt Projektmitarbeiterin Ergül Aydemir.

Das Projekt läuft in Kooperation mit dem Awo-Unterbezirk Ruhr-Lippe-Ems.

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