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Kunstaktion mit Kindern und Jugendlichen an der Werseunterführung

Ein Wandbild für den Frieden

Ahlen

Ein „Wandbild für den Frieden in unserer Demokratie“ entstand an der Werseunterführung. Im Rahmen eines Kunstprojekts sprühten zehn Jugendlichen nach ihren Vorstellungen die Erdkugel, die Friedenstaube und ein Herz an die Wand.

Unter Anleitung des münsterischen Erlebnispädagogen Christoph Gaede (l.) gestalteten Kinder und Jugendliche am Samstag im Rahmen einer Kunstaktion die Wand auf der Südseite der Werseunterführung. Foto: Dierk Hartleb

Die Jugendlichen, die am Samstag, ausgerüstet mit reichlich Spraydosen, dem Eingang zur Bahnunterführung an der Werse zu Leibe rückten, waren nicht etwa die Vorhut für den am Sonntag folgenden zweiten Teil der „Offenen Ateliers“.

Die zehnköpfige Gruppe wurde vielmehr aktiv auf Initiative des Familien- und Gesundheitstreffs des Forums gegen Armut, die ein Kunstprojekt „Wandbild für den Frieden in unserer Demokratie“ durchführte.

Grundlagen des Sprayens vermittelt

Dazu hatten die Initiatorinnen Sandy Richter, Arzu und Emre Cihangir den Erlebnispädagogen Christoph Gaede (E-Mail: info@jetztundhier.eu) gewonnen, der den Mädchen und Jungen vormittags in einem Workshop im Bürgerzentrum Schuhfabrik Grundlagen zum Sprayen vermittelte. „Ich habe erst einmal darauf hingewiesen, dass Wand nicht gleich Wand ist“, schilderte der Münsteraner sein Vorgehen. Denn um zu sprayen, bedarf es einer Genehmigung, die Sebastian Richter in diesem Fall bei der Deutschen Bahn als Eigentümer eingeholt hatte.

Begeistert waren die Mädchen und Jungen bei der Sache. Foto: Dierk Hartleb

Gemeinsam mit den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern entwickelte Gaede eine Projektskizze, die an Ort und Stelle in Form und Farbe umgesetzt wurde. Auf der Wand erschienen nach und nach die Erdkugel, die Friedenstaube und ein Herz. „Die Jugendlichen haben in der Diskussion über das Konzept festgestellt, dass Frieden und Demokratie auch etwas mit Glück zu tun hat“, erläuterte Sandy Richter. Sie war wie ihre beiden Kolleginnen begeistert über den Enthusiasmus, mit dem sich die Jugendlichen dem Thema annäherten und welche Kreativität sie dabei an den Tag legten. Den Umgang mit der Spraydose hatten sie schnell „drauf“ und gingen damit profimäßig um.

Künstler und „Auftraggeber“ gleichermaßen zufrieden

Nachdem die großen Formen standen, ging es anschließend um ihre farbliche Ausgestaltung. Gaede gab dazu nicht nur Tipps, sondern legte zur Verschönerung auch selbst Hand an, in dem er Konturen nachzog.

Mit dem Ergebnis der Arbeit waren nicht nur die jungen Künstlerinnen und Künstler zufrieden. Genauso angetan waren auch die „Auftraggeberinnen“ vom Familien- und Gesundheitstreff. Das Geld für die Kunstaktion stellte der Initiativfonds „Demokratie leben! Eine Idee vom Glück“ zur Verfügung, der partnerschaftlich von der Stadt Ahlen, der Awo Ruhr-Lippe-Ems und dem Bürgerzentrum verwaltet wird.

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