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Hansastraße für sechs Monate im Verkehrsfokus

Einbahnregelung auf Probe

Ahlen

Auf der Hansastraße im Ahlener Osten wird es regelmäßig eng. Der Ausschuss für Ordnung, öffentliche Einrichtungen, Digitalisierung und Anregungen will mit einer probeweisen Einbahnregelung für Entspannung sorgen.

Von Christian Wolff

Tempo 20 gilt auf der Hansastraße. Dennoch wird es hier oftmals eng: Schrägparkende Fahrzeuge, die im fließenden Gegenverkehr ein- und ausparken, sind nach Ansicht des Stadtteilbüros nicht mehr tragbar. Eine Einbahnregelung soll probeweise eingeführt werden. Foto: Christian Wolff

Engpass, Nadelöhr oder Gefahrenpunkt: Für die Hansastraße hat es schon viele Bezeichnungen gegeben, wenn es um Verkehr geht. Jetzt soll zwischen Hansaplatz und dem Schnittpunkt Wichern- / Keplerstraße eine Einbahnregelung eingeführt werden, um die Ballung von Fahrzeugen zu entzerren.

Der Ausschuss für Ordnung, öffentliche Einrichtungen, Digitalisierung und Anregungen hat die Verwaltung am Dienstagabend damit beauftragt, bis zur Sommerpause einem Antrag des Stadtteilbüros zu folgen, indem die Einbahnlösung mit einer Probezeit von mindestens sechs Monaten eingerichtet wird. „Anschließend soll dem Ausschuss ein Bericht vorgelegt werden, um zu erörtern, ob das Ganze zu einer Dauerlösung werden kann oder andere Maßnahmen nötig sind“, erklärte Vorsitzender Ralf Marciniak.

280 Unterschriften in 14 Tagen

Zuvor hatte Hermann Huerkamp als Leiter des Staddteilbüros die Intention des Antrags, der schon im Juni 2020 formuliert worden ist, wiedergegeben. „Wir haben in den anliegenden Geschäften Listen ausgelegt und innerhalb von nur 14 Tagen 280 Unterschriften zusammenbekommen“, sagte er.

Die Hansastraße außerhalb der Stoßzeiten. Foto: Christian Wolff

Bernd Döding, Leiter der Ahlener Umweltbetriebe, überraschte die Ausschussmitglieder mit einer Kopie des Ahlener Generalverkehrsplans, der schon im Jahr 1986 eine Entzerrung im Bereich Hansastraße für notwendig erachtet hat. „Nicht nur der fließende, auch der ruhende Verkehr führt zu Problemen“, so Döding.

Unabdingbare Zustimmung fand die Einbahnidee dennoch nicht: „Wenn wir eine Straße entlasten, belasten wir gleichzeitig andere“, warnte Frank Heidelmann (FWG). Und Martin de Kunder (BMA) erinnerte daran, dass auf den möglichen Alternativrouten auch Schulen und Kindergärten zu finden seien. „Der Verkehr sucht sich seinen Weg.“ Thomas Kozler (SPD) warb gerade deswegen für eine Probephase. Dennis Kykal (CDU) sah es ähnlich: „Es wird nicht mehr Verkehr werden.“ Die vermeintliche Zunahme von Verkehr an anderer sei oft eine subjektive Einschätzung, so Döding. Deswegen wolle die Stadt die Auswirkungen durch Messungen fundiert begleiten.

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