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FWG-Schüler drehen Filme über Alltagsrassismus

Eine dauerhafte Aufgabe für alle

Ahlen

Mehr als die halbe Fritz-Winter-Gesamtschule war an einem Projekt beteiligt, bei dem ein Film über Alltagsrassismus entstanden ist. Auch subtile Formen wurden behandelt.

Dierk Hartleb

Viel Anerkennung wurden den Vertreterinnen und Vertretern der SV der Fritz-Winter-Gesamtschule zuteil, die das Filmprojekt über Alltagsrassismus an der Schulen unter Corona-Bedingungen erfolgreich durchgezogen haben. Foto: Dierk Hartleb

Ahlen atDem Tag hatten viele Schülerinnen und Schüler der Fritz-Winter-Gesamtschule entgegengefiebert. Am Dienstag war es soweit: Die Schülervertretung (SV) hatte zur Uraufführung des Films eingeladen, an dem mehr als die halbe Schule beteiligt war.

Im Herbst des vergangenen Jahres hatten sich mit Ausnahme der Oberstufe alle mit Erscheinungsformen des Alltagsrassismus in der Schule beschäftigt. Zu den schriftlichen Äußerungen, die die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer plakativ aufgeschrieben hatten, drehten sie kleine Filmsequenzen, in denen sie auch subtile Formen des alltäglichen Rassismus beschrieben oder nachstellten. Aus der großen Zahl der Sequenzen hatte ein professioneller Cutter einen knapp halbstündigen Film erstellt.

Streaming über Instagram

Zur Präsentation hatte sich die SV als Projektträger eigentlich eine Premierenfeier vorgestellt. Doch daraus wurde coronabedingt weder vor Weihnachten noch danach nichts, wie auch Schulleiter Alois Brinkkötter bedauerte. Und selbst an der Premiere im Forum am 11. Mai konnten nur einige Schüler teilnehmen. „Wir haben uns entschieden, den Film über unseren Instagram-Kanal zu streamen“, sagte Schülersprecher Felix Damhuis, der die kleine Gruppe der anwesenden Gäste und die größere der Zuschauerinnen und Zuschauer an den Endgeräten begrüßte.

Anschließend verlas er ein schriftlich geführtes Interview mit Bürgermeister Dr. Alexander Berger, das dieser als Grußwort übermittelt hatte. Darin betonte Berger, dass er stolz auf die Ahlener Schulen sei, die sich der Erinnerungsarbeit ebenso wie dem Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung verpflichtet fühlten. Nach Vize-Schülersprecher Fabian Dasler gab es auch noch ein Lob des früheren Schülersprecher Luca Henry Schönfeld, der sich um die Öffentlichkeitsarbeit der Projekts kümmert.

Dauerhafte Aufgabe

Alois Brinkkötter betonte, dass das Wichtigste sei, dass das Projekt durchgeführt worden sei. Der Schulleiter erinnerte daran, dass man zur Überreichung des Zertifikats „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ seinerzeit einen Menschenkette um die Schule gebildet habe. Die Auseinandersetzung mit Rassismus bleibe eine dauerhafte Aufgabe. Auch SV-Verbindungslehrer Arija Heidges zollte dem Projekt und seiner Umsetzung Anerkennung. Anschließend flimmerte der Film über die Leinwand und erreichte im Livestream immerhin knapp 150 Zuschauer.

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