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Friedenskonzert mit „Cuarteto Repentino“ am Samstag

Eine gemeinsame musikalische Sprache

Ahlen

Man darf sich einfach nicht an den Krieg gewöhnen, sagt das Ahlener Bündnis für den Frieden. Und lädt zu einem Konzert ein, das zeigt, wie ein Miteinander funktionieren kann.

Die vier Vollblutmusiker des „Cuarteto Repentino“ – Ekaterina Baranova (Geige), Drilon Ibrahimi (Klarinette), Ruslan Maximovski (Akkordeon) und Erick Paniagua (Gitarre, Kontrabass) lassen aus altbewährten Stücken etwas Neues entstehen. Foto: Cuarteto Repentino

Das Bündnis für den Frieden in Ahlen setzt nach der Sommerpause seine Aktivitäten mit einem außergewöhnlichen Konzert fort. Zum Pöttkes- und Töttkenmarkt gibt es ein musikalisches Begleitprogramm auf dem Marktplatz und den Haupt-Act am Samstagabend (17. September) bestreitet das Ahlener Friedensbündnis, unterstützt von der städtischen Kulturabteilung um deren Leiter Christoph Wessels, mit dem Auftritt des außergewöhnlichen Ensembles „Cuarteto Repentino“ aus Münster. Beginn des Konzerts ist um 20 Uhr.

Virtuosität und Leidenschaft

Die vier Musiker aus der Ukraine und Russland, Bolivien und dem Kosovo wollen mitreißende Rhythmen voller Virtuosität und Leidenschaft auf die Marktplatzbühne bringen, verspricht die Ankündigung.

Am 24. Februar ließ Präsident Wladimir Putin russische Truppen in die Ukraine einmarschieren. Ein halbes Jahr später sei, so das Friedensbündnis, eine gewisse Gewöhnung eingetreten. „Wir drohen darüber, das tagtägliche Leiden und Sterben der Menschen im Kriegsgebiet und auf der Flucht zu vergessen“, sagt Sprecherin Maria Kessing. Das Friedensbündnis will sich deshalb weiterhin gegen die Gewöhnung an das Ungeheuerliche sperren, will solidarisch bleiben – in Wort und im Tun, betont Sprecher Benedikt Ruhmöller. „Die Hoffnung auf Frieden darf nicht sterben.“ Das Bündnis fordert eine sofortige Beendigung des brutalen russischen Angriffskriegs.

Gedenken an Rita Pöppinghaus-Voss

Das Friedensbündnis will diesen Konzertabend aber auch seiner vor einigen Tagen verstorbenen Mitstreiterin Rita Pöppinghaus-Voss widmen. Die erste stellvertretende Bürgermeisterin hat viele Veranstaltungen des Bündnisses aktiv unterstützt und wäre sicherlich auch bei diesem Friedenskonzert dabei gewesen.

Dem Thema Ukrainekrieg kann man nicht ausweichen, wenn man miteinander arbeitet, wie im „Cuarteto Repentino“. Musik verbindet sie und ihre Freundschaft. Das Programm Fabuloso mischt Balkanbeats mit Klassik, Klezmer und Latin-Jazz. In der Atmosphäre von mitreißenden Rhythmen voller Virtuosität, gelingt es nicht, die Füße still zu halten. Die vier Vollblutmusiker Ekaterina Baranova (Geige), Drilon Ibrahimi (Klarinette), Ruslan Maximovski (Akkordeon) und Erick Paniagua (Gitarre, Kontrabass) haben eine musikalische Sprache gefunden, die alle Genregrenzen überschreitet und auch aus altbewährten Stücken etwas Neues entstehen lässt. Die Musik des „Cuarteto Repentino“ will die Herzen ihrer Zuhörerinnen und Zuhörer erreichen.

Quelle der Inspiration

Da die vier Musiker aus vier verschiedenen Ländern stammen, ist die gegenseitige Entdeckung der musikalischen Wurzeln zur Quelle der Inspiration und Grundlage des eigenen Stils geworden. Als sie sich kennenlernten und zusammenspielten, war es plötzlich und unerwartet da (spanisch: repentino), das Gefühl der Übereinstimmung – und auch der Name für ihr Ensemble: „Cuarteto Repentino“.

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