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Ortsausschuss tagt im „Kulturgut Samson“

Eine Postkutsche soll Fürstin Gloria empfangen

Tönnishäuschen

Entstehung, Konzept und Perspektiven des Fördervereins „Kulturgut Samson“ standen nach der jüngsten Sitzung des Ortsausschusses Vorhelm im Fokus. Vorsitzender Willi Wienker gab den Mitgliedern vor Ort einen Überblick.

-chw-

Willi Wienker, Vorsitzender des „Kulturguts Samson“ (stehend), erläuterte das Entstehen und die aktuelle Entwicklung des Fördervereins. Foto: Christian Wolff

„Viele haben uns anfangs belächelt und nicht wirklich daran geglaubt, dass wir uns eines Tages wieder hier treffen können“, gab Willi Wienker ehrlich zu. Gut fünfeinhalb Jahre nach Gründung des Fördervereins „Kulturgut Samson“, langen Verhandlungen und mehreren Förderanträgen sieht die Bilanz des Vorsitzenden jedoch durchweg positiv aus.

Im Anschluss an die reguläre Tagesordnung des Ortsausschusses Vorhelm, der zum ersten Mal seit dem Erwerb der Immobilie durch die Förderer in der Alten Schänke Samson tagte, gab Wienker einen kurzen Überblick zur Entstehung und aktuellen Situation des Vereins. Nachdem es in den ersten Jahren allein darum ging, genug Mittel für den Kauf des seit vielen Jahren leerstehenden Gebäudes zusammenzutragen, gehe es jetzt an konkrete Renovierungsmaßnahmen.

Aktuell über 170 Mitglieder

Alfred Thiemann wollte wissen, wie die konzeptionelle Gestaltung des Betriebs aussehen soll. „Neben der schrittweisen Sanierung steht natürlich der Betrieb der Gaststätte und die Gestaltung der Post- und Deckstation als Museum im Vordergrund“, erklärte der Vorsitzende. „Wir wollen und können natürlich nicht jeden Tag öffnen.“ Vielmehr solle es besondere Termine und Anlässe, Tage der offenen Tür, musikalische Frühschoppen oder Ausstellungen geben. Daneben könnten die Räume auch für private Feiern angemietet werden. Im Juni folgt eine Mitgliederversammlung, die 2020 und 2021 coronabedingt ausfallen musste. „Wir tragen uns allein über die Beiträge unserer über 170 Mitglieder sowie Spenden und Fördermittel. Und wir geben nur dann Geld aus, wenn wir es haben“, so Wienker.

„Ist denn geplant, dass die Schirmherrin Gloria von Thurn und Taxis einmal persönlich nach Tönnishäuschen kommt?“, wollte Ludger Diekmann wissen. Dazu verriet der Fördervereins-Chef, dass die Fürstin schon bei der Übernahme der Schirmherrschaft den Wunsch geäußert habe, einmal nach Westfalen zu kommen. Eine Einladung sei nun vorbereitet; der Termin werde voraussichtlich im Herbst sein. Bis dahin versucht der Verein auch, eine historische Postkutsche zu bekommen, um den besonderen Gast, deren Familie die deutsche Postgeschichte maßgeblich prägte, standesgemäß zu empfangen.

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