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ADFC-Podiumsdiskussion

Einigkeit über notwendigen Ausbau des Radwegenetzes

Ahlen

Wie soll die Verkehrspolitik insbesondere im Bereich Radverkehr in Zukunft aussehen? Darüber tauschten sich Politiker von CDU, SPD und Grünen bei einer vom ADFC initiierten Diskussion aus.

-rst-

Michael Scharf und Martin Kamps leiteten die Diskussion mit Henning Rehbaum, Dennis Kocker und Hedwig Tarner (v.l.). Foto: Ralf Steinhorst

Welche Positionen haben die Parteien vor der Landtagswahl bezüglich des Rad- und Fußgängerverkehrs? Das hat die Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) am Mittwoch im Bürgerzentrum in einer Podiumsdiskussion ausgelotet. Den Fragen stellten sich der SPD-Kreisvorsitzende und Verkehrsrecht-Fachanwalt Dennis Kocker, die Grünen-Landtagsdirektkandidatin für den Nordkreis Hedwig Tarner sowie der CDU-Bundestagsabgeordnete Henning Rehbaum, der auch Mitglied im Bundestag-Verkehrsausschuss ist.

„Wir werden bei der Landtagswahl auch die zukünftige Verkehrspolitik mitbestimmen“, begrüßte Michael Scharf als ADFC-Ortsgruppenleiter Politikerrunde und Besucher. Zusammen mit ADFC-Mitglied Martin Kamps führte er durch die Veranstaltung.

Mehr Förderung vom Land

In der Einführung plädierte Dennis Kocker für den Ausbau von Radwegen und Radwegerouten. Dafür müsste vom Land mehr Förderung kommen, Leitlinie seien 30 Euro pro Bürger und Jahr. Zudem müssten Tempo-30-Zonen ausgebaut werden.

Verkehrspolitik müsse von Radfahrern und Fußgängern aus gedacht werden, nicht vom Auto, forderte Hedwig Tarner: „Autofahrer dürfen nicht mehr das Gefühl haben, ihnen gehöre die Stadt.“ Sie legte ihren Schwerpunkt auf eine bessere Vernetzung von Fahrrad, Bus und Bahn.

„Radwege bauen ist Pflicht“, sah Henning Rehbaum den Ausbau als notwendig an und wies darauf hin, dass die regierende Landesregierung 100 Millionen Euro pro Jahr in den Radwegebau gesteckt habe – soviel wie nie zuvor. Das habe 600 Kilometer neue Radwege gebracht, in den nächsten fünf Jahren sollen 1000 Kilometer hinzukommen.

Über Maßnahmen vor Ort entscheiden

Für den örtlichen Rad- und Fußgängerverkehr waren sich alle drei Politiker einig, dass die Kommunen mehr über Maßnahmen vor Ort entscheiden können müssen. Die Flächenkonkurrenz sahen alle als Problem an. Nicht nur im städtischen Bereich, sondern auch bei der Anlage getrennter Radwege, die auf Kosten landwirtschaftlicher Flächen gehe. Da müsse man im Ganzen kreativ mit umgehen.

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