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Internationale Woche gegen Rassismus

Einsatz gegen Ausgrenzung

Ahlen

Die Internationale Woche gegen Rassismus nahmen Vertreten der SPD zum Anlass, ein Zeichen zu setzen. Dabei holten sie viele verschiedene Ahlener Gruppen mit ins Boot.

rpd

Unter dem Motto „Solidarität grenzenlos“ stand die Aktion der SPD, die von vielen verschiedenen Gruppen unterstützt wurde. Unter anderem zeigten die Teilnehmer Flagge vorm Weltladen. Foto: rpd

Ein deutliches Zeichen gegen Rassismus setzten Ahlener am Sonntag. Auf Initiative von SPD-Ratsmitglied Manfred Kreutz zeigten sie an verschiedenen Orten unter Corona-Bedingungen „Flagge“. Nach den Worten des heimischen Bundestagsabgeordneten Bernhard Daldrup setze die Internationale Woche gegen Rassismus seit nunmehr 25 Jahren Zeichen „gegen rassistischen Rechtsextremismus und menschenfeindliche Weltbilder“.

Der SPD-Politiker stellte fest: „Rassismus ist keine Randerscheinung. Rassistische und menschenfeindliche Einstellungen existieren mitten in unserer Gesellschaft – und dagegen müssen wir kämpfen, 365 Tage im Jahr!“ Daldrup zeigte auf, dass Toleranz nicht von alleine komme.

Motto „Solidarität grenzenlos“

In seiner Begrüßung hielt Manfred Kreutz fest, dass die Aktion unter dem Motto „Solidarität grenzenlos“ stattfinde. Er freute sich über die Unterstützung sehr unterschiedlicher Gruppen. „Rassismus, Antisemitismus, Diskriminierung und Hass greifen in unserer Gesellschaft in erschreckendem Maße um sich“, so der Kommunalpolitiker. Kreutz verwies auf rassistische und menschenverachtende Taten in der ganzen Welt. Besonders sprach er aber die ausländerfeindlichen Taten in Deutschland an. Dabei hob er die Morde des NSU hervor. Kreutz sah aber ebenso ein Wachsen der Solidarität mit den Angegriffenen und die Bereitschaft, sich gegen Hetze und Ausgrenzung einzusetzen. „Demokratie lebt vom Engagement – das zeigen sie heute hier“, lobte er die Anwesenden.

In seinen Ausführungen verwies er aber auch auf Rassismus in der Umgangssprache. Kreutz: „Wir sagen „Ja“ zu einer Welt ohne Rassismus, ohne Antisemitismus und ohne Fremdenfeindlichkeit.“

Diskriminierungsverbot im Grundgesetz

„Rassismus gehört zu unserem Alltag“, erklärte Burkhard Engelke vom „Weltladen“, der dabei auf die „Woche der Brüderlichkeit“ verwies. In der Alltagssprache und in Sprüchen sah er einen latenten Rassismus. Deswegen sei die Devise gegen Rassismus: „Vielfalt statt Einfalt!“ Engelke kritisierte die Schändung und Zerstörung von Denkmälern anderer Religionen. Er ging aber auch auf den fairen Handel ein. Hier handele es sich um die Auseinandersetzung mit den Situationen in einzelnen Ländern.

Vor der Ditib-Moschee in der Rottmannstraße verwies der Vorsitzende der Gemeinde, Ilkay Danismaz, auf das Diskriminierungsverbot im Grundgesetz. Von der Moschee ging es weiter in den Osten und Süden der Stadt.

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