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Erster Containerstandort aufgelöst

Einwürfe zwischen Ekel und Entsetzen

Ahlen

Die Stadt Ahlen hat einen Container-Standort aufgelöst, der im Müll versinkt. Ist das die richtige Lösung? Und: Welcher Standort ist der nächste? Hitzige Debatte im Fachausschuss.

Von Ulrich Gösmann

Was tun mit Containerstandorten, die immer wieder vermüllen. Auflösen? Foto: Ulrich Gösmann

Plötzlich ist er weg. Aufgelöst. Der Altglas-Containerstandort an der Gemmericher Straße. Kann das die Reaktion auf anhaltende Verunreinigungen sein? Im Ausschuss für Ordnung, öffentliche Einrichtungen, Digitalisierung und Anregungen setzte sich am Donnerstagabend eine Diskussion in Bewegung, die Ekel erregte – und den Ruf nach dem Einsatz von Mülldetektiven laut werden ließ.

Udo Zambo (SPD) hatte sich unter Punkt Verschiedenes verwundert an die Verwaltung gewandt. Seine Meinung: „Das ist nicht richtig. Wir bestrafen die 98 Prozent, die es richtig machen.“ Darunter betagte Anwohner, die teils mit Rollatoren ihr Altglas zu den Containern brächten. Welche Wege ihnen denn jetzt zugemutet würden? Und: Was passiere, wenn sich das Problem jetzt auf einen anderen Standort verlagere? Werde der dann auch aufgelöst?

Ralf Marciniak

Gabriele Hoffmann, Leiterin der Rechts- und Ordnungsabteilung, warb um Verständnis: „Wir können nicht an jedem Standort ständig stehen und gucken, was da vor sich geht.“ Irgendwann müsse man reagieren.

Ausschussvorsitzender Ralf Marciniak (CDU) erlaubte sich, als Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Klartext zu sprechen. Der Zustand an den Altkleidercontainer-Standorten sei mitunter eine Zumutung. Der Kollege, der die Runde mache, sei mit Schüppe und Besen unterwegs und mache rundum sauber. Seine Arbeit sei nicht hoch genug anzurechnen. „Was der Mann aus den Containern rausholt, da hätten wir hier alle schon ein Problem mit dem Geruch, der einem da entgegenkommt.“

Bernd Meiwes (SPD) berichtete von Mülledetektiven, die andere Kommunen bereits einsetzten. Die suchten nach Anhaltspunkten, um den Absender ausfindig zu machen. Gabriele Hoffmann ließ wissen, diesbezüglich bereits aktiv zu sein: Würden Ziegen- oder Schafskadaver in einem Container gefunden, würde etwa über die Ohrmarke versucht, was herauszufinden. Die Verwaltung sei bemüht, eine interne Lösung zu finden.

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