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Ausstellung beim „Klub für Terrier“

Endlich wieder Punkte sammeln

Ahlen

Alle Variationen von Terriern kamen am Wochenende bei der Ausstellung des „Klubs für Terrier“ zusammen. Dabei wurde deutlich, dass sie alle so ihre Eigenarten haben.

Von Ralf Steinhorst

Die Schwarzen russischen Terrier sind die größten Terrier, die es gibt: Andrea Schmidt mit Kaya (l.) und Vivien Rosensträter mit „Baily“. Foto: Ralf Steinhorst

Eigentlich wollte der „Klub für Terrier“ der Ortsgruppe Ahlen schon im vergangenen Jahr seine 40. Terrierausstellung ausrichten. Doch die musste pandemiebedingt ausfallen. Am Wochenende hat der Verein sie auf der Anlage der Werse­pfoten am Werse­stadion nachgeholt, mit dem Sonntag sogar einen zweiten Ausstellungstag draufgepackt und somit die Ausgabe Nummer 41 gezählt.

„Das ist erst die vierte genehmigte Terrierausstellung in Deutschland“, war Silvia Neske vom „Klub für Terrier“ wie alle anderen Züchter froh, dass wieder Bewegung ins Prüfungsgeschehen kommt. Natürlich alles unter Beachtung der Hygienevorschriften, bis zu 500 Personen waren unter freiem Himmel vom Ordnungsamt erlaubt. 100 Aussteller mit 150 Hunden waren über beide Tage gemeldet, es hatte allerdings mehr Interessierte gegeben als kommen durften. Insofern lief alles mit Zeitplan ruhiger ab als sonst und mit einer Zuchtprüfung zur Verhaltensprüfung als zusätzliches Angebot. Da durften die Prüflinge beim „Schrecktest“ beim Klatschen einer Holzklappe nicht flüchten.

Einmal bitte vorstellen und im Kreis gehen: Die Airedale-Terrier ist die einzige Terrierrasse, die als Schutzhunde und Gebrauchshunde eingesetzt werden. Foto: Ralf Steinhorst

Von 28 Terrierrassen waren 20 vertreten. Mit dabei Inga und Vivien Rosensträter aus Melle mit ihrem Schwarzem russischen Terrier Baily. Die „schwarzen Russen“ sind mit bis zu 80 Zentimeter Schulterhöhe die größten Terrier, die es gibt. „Die sind schon selten“, zeigte sich Inga Rosensträter begeistert von ihrem Hund. So auch Andrea Schmidt aus Köln mit ihrem Terrier Kaya: „Wir freuen uns, zwei Jahre lang konnten ja keine Punkte gesammelt werden.“ 

Ähnlichkeit mit Schafen

Für Aufsehen sorgen immer wieder auch die Bedlington-Terrier, die große Ähnlichkeit mit Schafen haben. Martina Schmidt hatte ihren Percy mitgebracht. So niedlich diese Terrier auch aussehen, sie haben durchaus Jagdqualitäten. „Sie jagen und töten auch Ratten“, wusste die Paderbornerin zu berichten.

In den USA werde diese Terrierrasse dafür auf Firmengeländen eingesetzt. Bei ihr zuhause habe es Percy sogar geschafft, einen Marder so zu vergraulen, dass dieser weit und breit und auch auf dem Dachboden nicht mehr gesehen wurde.

Endlich geht es wieder los: Preisrichter Reinhard Ritz nimmt den Bedlington-Terrier Percy von Martina Schubert in Beschau. Foto: Ralf Steinhorst

Auch Preisrichter Reinhard Ritz aus Dorsten zeigte sich gut gelaunt: „Schön, dass es wieder losgeht, es schläft sonst alles ein.“ Schon seit 50 Jahren übt er diese Tätigkeit aus und lernt nach eigenen Angaben immer noch dazu.

Heimspiel hatten die Vereinsmitglieder Maren und Martin Förster mit ihrer Border-Terrierdame Chilly. Chillys Tochter Amy durfte noch nicht zur Prüfung ran, sie ist noch nicht so weit.

Für Maren und Martin Förster mit Amy und Chilly war die Terrierausstellung Premiere. Foto: Ralf Steinhorst

Für das Ehepaar war es der Prüfungseinstieg, sie waren das erste Mal dabei. Die Border-Terrier, eigentlich von der Größe unscheinbar, werden immer öfter auch bei Jagden eingesetzt. Was Martin Förster auch macht. Der war auch darüber froh, dass es endlich wieder losgeht: „Ich habe hier gerade mit Chilly die Zuchtprüfung gemacht, dann wird sie auch offiziell zur Zucht zugelassen“.

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