1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Ahlen
  6. >
  7. Energieberater gibt Tipps zum richtigen Heizen

  8. >

Sparpotenzial liegt in der Zeitsteuerung

Energieberater gibt Tipps zum richtigen Heizen

Ahlen

Der neue Energieberater der Verbraucherzentrale im Ahlener Rathaus, Hubert Pieper, schaut auf die jetzt gestartete Heizperiode. Und gibt wertvolle Hinweise, wie bares Geld gespart werden kann.

Überheizte Räume kosten unnötig Energie. Jedes Grad weniger senkt den Verbrauch um etwa sechs Prozent. Foto: Verbraucherzentrale NRW

Private Haushalte müssen für die kommende Heizperiode mit stark steigenden Kosten rechnen. Nicht nur die hohen Energiepreise, sondern auch der CO2-Preis lassen die Heizkosten in die Höhe schnellen. Der Energieberater der Verbraucherzentrale NRW, Hubertus Pieper, gibt Tipps, wie Haushalte ihre Ausgaben für ein warmes Heim eigenständig reduzieren können.

Besondere Sparpotenziale liegen in der auf die Bewohner zugeschnittenen Zeitsteuerung der Heizungsanlage. Meist können Absenkungszeiten programmiert werden. Eine der bekanntesten ist hier die sogenannte Nachtabsenkung, durch die die Vorlauftemperatur der Heizanlage reduziert wird. Bei längerer Abwesenheit über den Tag macht die Tagesabsenkung Sinn.

Gar nicht heizen führt zu Schimmel

Gar nicht zu heizen anstelle einer Absenkung, ist nicht ratsam: Die Innenoberflächen der Außenwände kühlen zu stark ab und das Schimmelrisiko steigt rapide.

Werden die Heizkörper nicht richtig warm oder sind gluckernde Geräusche zu hören, ist meist Luft im Spiel. Die Heizanlage muss dabei mehr Energie aufbringen, um die Räume zu erwärmen. Abhilfe bringt die Entlüftung mit einem Entlüfterschlüssel. Sowohl vor als auch nach der Entlüftung ist der Druck im Heizungssystem zu prüfen, unter Umständen muss auch Wasser nachgefüllt werden. In einem Mehrfamilienhaus mit Zentralheizung ist dafür eine Rücksprache mit dem Vermieter empfehlenswert, denn Mieter können den Heizungsdruck nicht selbst kontrollieren und nachsteuern.

Individuelle Wohlfühltemperatur

Überheizte Räume kosten unnötig Energie. Jedes Grad weniger senkt den Verbrauch um etwa sechs Prozent. Mit den Heizungsthermostaten lässt sich für jeden Raum die individuelle Wohlfühltemperatur einstellen. Üblicherweise werden auf Stufe drei etwa 20 Grad Celsius erreicht, zwischen den Stufen ergeben sich je drei bis vier Grad Unterschied. Wohnräume sind mit 20 Grad auf idealer Temperatur. Im Schlafzimmer reichen oft 16 bis 18 Grad. Zu beachten ist, dass kühlere Räume gut belüftet werden und Türen zu wärmeren Räumen geschlossen sind. Sonst kann sich an kälteren Stellen Feuchtigkeit niederschlagen und es bildet sich Schimmel.

Heizkörper nicht verdecken

Heizkörper nicht mit Vorhängen verdecken und mit Möbeln zustellen. Die Heizenergie kann sonst nicht voll ausgenutzt werden, da die Wohnräume dadurch nicht gleichmäßig aufgeheizt werden können.

Undichte Außentüren und Fenster vergrößern Wärmeverluste und sorgen für unangenehme Zugluft. Um die Dichtigkeit von Fenstern zu prüfen, kann ein Blatt Papier zwischen Rahmen und geschlossenem Fenster geklemmt werden. Lässt es sich nicht herausziehen, ist das Fenster dicht genug.

Richtiges Lüften spart Energie. Mehrfach täglich fünf bis zehn Minuten bei abgedrehten Heizkörpern stoßlüften und nicht dauerhaft kipplüften. Nachher die Thermostate wieder aufdrehen. Dann muss die Heizung nur die frische Luft erwärmen und nicht die Wohnungseinrichtung wie massive Möbel und Einbauten.

Startseite
ANZEIGE