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CDU setzt auf Photovoltaik an öffentlichen Gebäuden und Mehrfamilienhäusern

Energiewende nur mit mehr Eigenstrom

Ahlen

Auf Photovoltaikanlagen auf Mehrfamilienhäusern und öffentlichen Gebäuden setzt die Ahlener CDU-Fraktion in einem Antrag für die nächste Ratssitzung.

Von Dierk Hartlebund

Ein Konzept für die Forcierung der Eigenstromerzeugung auf Dächern und Wandflächen Foto: Peter Schniederjürgen

Die CDU setzt auf Photovoltaik. In einem Antrag für die nächste Ratssitzung am 30. September fordern die die Christdemokraten die Verwaltung auf, ein Konzept für die Forcierung der Eigenstromerzeugung auf Dächern und Wandflächen zu erarbeiten. In einem zweiten Antrag geht es darum, auch Carports und Terrassen mit Photovoltaik auszurüsten.

In den Blick nimmt die Antragstellerin als erstes Dächer und Wandflächen Gebäude und Freiflächen, die sich in städtischem Eigentum befinden. Darüber hinaus soll die Verwaltung eine Übersicht über für die Eigenstromerzeugung geeignete Sportflächen einschließlich von Freizeitanlagen vorlegen. Weiterhin wolle die Christdemokraten Gewerbetreibende zur wirtschaftlichen Nutzung von Photovoltaik anregen und wünschen sich dafür Beratungsangebote. Um auch breite Bevölkerungskreise zu erreichen, sollen in Zusammenarbeit mit Stadtwerken und Wohnungsbaugesellschaften auch ein mit dem geltenden EEG kompatibles Mieterstrommodell oder sogar Quartierslösungen entwickelt werden. In der Begründung verweist der Fraktionsvorsitzende Peter Lehmann auf das in diesem Jahr novellierte EEG, das Mieterstrommodelle auch für Wohnungsbauunternehmen attraktiv macht, was nach der alten gesetzlichen Regelung nicht der Fall war. Für die Mieter ist eine eigene Photovoltaikanlage auf dem Dach nicht gleichbedeutend mit Abnahmezwang, Er bleibt bei der Wahl seines Stromanbieters frei. Als Contractingpartner bieten sich die Stadtwerke an.

Carports und Terrassendächer im Blick

Darüber hinaus nimmt die CDU auch Carports und Terrassendächer in den Fokus, die die breit angelegte Kampagne für Photovoltaik auf Dächern und an Wänden ergänze soll. In diesem Zusammenhang müsste baurechtliche Vorgaben, Fördermöglichkeiten sowie eine Unterstützung durch die Stadtwerke geprüft werden.

Zur Begründung führt Lehmann wieder aus, dass eine breite Beteiligung eine der wesentliche Voraussetzungen dafür ist, um die lokalen Potenziale für grünen Strom auszuloten.

Zum Hintergrund verweist Peter Lehman auf die derzeitige Diskussion zwischen Bund und Ländern über die Einführung einer PV-Pflicht für den Neubau von Gebäuden und Parkplätzen. Einige Bundesländer hätten ihre Landesbauordnung dementsprechend schon überarbeitet. Baden-Württemberg, Bremen, Niedersachsen NRW und Schleswig-Holstein führten die PV-Pflicht bereits zum 1. Januar 2022 ein.

Diese Pflicht wird auch auf Geschäftshäuser ab einer bestimmten Anzahl von Parkplätzen erweitert, was eine Überdachung der Plätze bedeutet. Zusätzlich muss heute schon jeder dritte Stellplatz von Nichtwohngebäuden mit Leitungen für E-Autos ausgestattet werden.

Zwei weitere Anträge, die dem dem Rat vorgelegt werden, befassen sich mit der E-Mobilität und der Anlage von Photovoltaik an Bahntrassen und Bundesfernstraßen.

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