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Städtisches Gymnasium ist nun offiziell Fairtrade-Schule

Engagement als Blaupause für andere

Ahlen

Zweieinhalb Jahre liefen die Vorbereitungen, viele Aktionen zum Fairen Handel haben die Schülerinnen und Schüler durchgeführt, das Thema in verschiedenen Fächern behandelt. Nun ist es endlich soweit: Das Städtische Gymnasium ist ab sofort offiziell eine Fairtrade-Schule. Ausruhen will sich die Schule auf dem Titel aber nicht.

Von Ingrid Kunst

Das Fairtrade-Team des Städtischen Gymnasiums freut sich über die Ernennung zur Fairtrade-Schule (v.l.): Katharina Braukmann, Inna Schreiner, Dennis Boje, Melisa Kilic, Bianca Wohlgemuth, Madita Iske, Julika Baumann, Dr. Katja Schulze-Beerhorst, Clara Brülls, Marco Eibrink und Simon Martin, der die Urkunde als Vertreter von Fairtrade Deutschland übergab. Foto: ink

Endlich ist es amtlich: Das Städtische Gymnasium ist als erste städtische Schule in Ahlen Fairtrade-Schule. Im Rahmen einer Feierstunde, die vom Schulorchester und dem Musicalchor gestaltet wurde, nahm das Fairtrade-Team am Mittwochnachmittag in der Aula die Urkunde aus den Händen von Simon Martin als Vertreter von Fairtrade Deutschland entgegen.

„Ihr seid ein Teil einer großen Bewegung, darauf könnt ihr stolz sein“, sagte Simon und lieferte Zahlen dazu. Das Städtische Gymnasium reiht sich als 848. Schule bundesweit und in der nordrheinwestfälischen Rangliste auf Platz 226 in die Reihe engagierter Schulen ein. „Wir verstehen diese Auszeichnung als Motivation, den Fairen Handel weiterhin tatkräftig an die Schule zu bringen, und freuen uns auf neue Aktivitäten“, hob Simon hervor. Es gehe jetzt erst richtig los, denn in zwei Jahren werde überprüft, ob noch alle Kriterien erfüllt werden.

Zweieinhalb Jahre liefen die Vorbereitungen

„Wir haben es geschafft“, freute sich Katharina Braukmann stellvertretend für das Team in ihrer Begrüßung. Darauf hatte die Gruppe lange hingearbeitet: Zweieinhalb Jahre liefen die Vorbereitungen, unterbrochen durch die Corona-Pandemie. Das Team hielt durch und erfüllte die fünf geforderten Kriterien erfolgreich. Mit dem Verkauf von fairen Nikoläusen, Rosen und einer Graffiti-Aktion wurde in und über die Schule hinaus auf den fairen Handel aufmerksam gemacht. Vor der Aula stehen die Schüler regelmäßig für fair gehandelte Leckereien und Getränke Schlange. Im Unterricht ist der faire Handel in Fächern wie Erdkunde, Politik und Biologie im Lehrplan verankert, und im Lehrerzimmer wird fair gehandelter Kaffee getrunken.

Musiklehrerin Katharina Braukmann spendierte mit dem Schulchor Hörgenuss aus der Musicalwelt. Foto: ink

„Es bleibt nicht beim Produkt, die Organisation verlangt konkretes Handeln“, sagte Schulleiter Meinolf Thiemann. Wie das der Schüler, die in ihren Pausen faire Waren verkaufen und dafür ihre Freizeit opfern. „Es sind kleine Stellschrauben notwendig, um die Welt zu einer besseren zu machen. Jeder einzelne kann etwas tun“, mahnte Thiemann. Sein Dank galt allen Beteiligten. „Wir haben das Etappenziel erreicht, der Weg geht aber weiter. Wir wollen das Gütesiegel erhalten und den Gedanken dauerhaft erhalten“, hob Thiemann hervor.

Blaupause für andere Einrichtungen

Für die Stadt Ahlen würdigte die Erste Beigeordnete Stefanie Kosbab die Auszeichnung. „Ich möchte die Arbeit des Städtischen Gymnasiums als Blaupause für andere Einrichtungen empfehlen“, rief sie in diesem Fall zu offiziell erlaubtem Abschreiben auf.

Glückwünsche des örtlichen Weltladens überbrachte Karla Grawinkel. Sie lud Schülerschaft und Lehrer zum Besuch des Ladens ein, der als Keimzelle des fairen Handels vor rund 40 Jahren unter anderem von Schülern des Städtischen Gymnasiums gegründet worden war und auch Schülerpraktika ermöglicht. Mit einem fair produzierten Ball gratulierte Burkhard Engelke als Vertreter der Steuerungsgruppe Fairtrade der Stadt Ahlen.

Einen fair produzierten Ball hatten (v.l.) Anna Shalimava (Stabsstelle Klimaschutz & Mobilität) und Burkhard Engelke für Meinolf Thiemann, stellvertretend für seine Schüler, im Gepäck. Foto: ink
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