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Neue Wehrdienstleistende in der Westfalenkaserne

Erste Schritte ins Soldatenleben

Ahlen

91 junge Frauen und Männer starteten am Montag in einen neuen Lebensabschnitt. Wie die ersten Tage der neuen Wehrdienstleistenden aussehen. . .

Von Peter Schniederjürgen

Einschleusung heißt es, wenn die neuen Soldatinnen und Soldaten in der Kaserne ankommen. Zuerst findet die Aufteilung in die Züge und Gruppen statt, die jungen Leute bekommen Verpflegung und ihre Stuben zugewiesen. Foto: Peter Schniederjürgen

Für 91 junge Männer und Frauen war Montag ein ganz besonderer Tag. Der Beginn des Dienstes für Deutschland. Sie unternehmen ihre ersten Schritte in der Bundeswehr. Aus dem ganzen Bundesgebiet kommen sie, um in der Westfalenkaserne ihre erste Ausbildung, die Allgemeine Grundausbildung (AGA), zu erhalten. Es sind freiwillig Wehrdienstleistende, angehende Soldaten auf Zeit und 48 junge Leute, die Offiziere werden wollen.

Zunächst werden sie mit den Grundlagen des Soldatenberufs vertraut gemacht. Das geschieht in der 5. Kompanie des Panzerbataillons 203, die dem Aufklärungsbataillon 7 angegliedert ist. Es beginnt mit einer langen Reihe von Verwaltungs- und Erfassungsarbeiten. Herr über diese Einschleusung ist der Kompaniefeldwebel, auch Spieß genannt. In diesem Fall Stabsfeldwebel Stefan Sprenger.

Aufteilung in Züge und Gruppen

„Die jungen Leute werden am Bahnhof in Ahlen und Hamm abgeholt und in die Kaserne gebracht“, erklärt er. Hier findet die Aufteilung in die Züge und Gruppen statt, sie bekommen Verpflegung und ihre Stuben zugewiesen. „Das alles läuft natürlich konform der Coronaschutzverordnung“, führt Oberfeldwebel Laura Rohde als Personalfeldwebel aus. An anderen Stationen werden biometrische Fotos für den späteren Truppenausweis gemacht, der Impfstand wird geprüft und es gibt die Belehrung über die Besoldung.

Die jungen Soldatinnen und Soldaten stehen vor dem ersten Papierkrieg. Foto: Peter Schniederjürgen

Gleich zu Beginn bringen die Gruppenführer die ersten militärischen Grundbegriffe bei. So lernen die angehenden Soldatinnen und Soldaten am ersten Tag, sich an- und abzumelden, Marschieren und Antreten beginnt in einer ersten Grundform. „Das ist der Anfang, im Laufe der Woche wird das erheblich erweitert“, sagt Gruppenführer Kevin Keller.

Im Laufe der erfahrungsgemäß langen Dienste der Anfangszeit kommt aber schon in der zweiten Woche für viele junge Soldaten das Homeoffice. „Sie werden sich zuhause über unser Online-Lernportal mit vielen Unterrichtsinhalten auseinanderzusetzen haben“, betont Stabsfeldwebel Sprenger. Das so erlangte Wissen werde später mit Tests abgefragt.

Praktische Grundausbildung

Nach dieser Homeoffice-Phase beginnt die praktische Grundausbildung. An deren Ende erwartet die Soldatinnen und Soldaten eine rund zehntägige Übung. In Sennelager steht die Gefechtsausbildung mit anschließender Besichtigung, der Prüfung zum Abschluss der AGA, an.

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