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Christoph Wessels und Jürgen Henke über Lieblingsbücher

Es muss nicht immer der ganz große Name sein

Ahlen

Was sind die Lieblingsbücher der Ahlener? Dieser Frage geht eine neue VHS-Reihe nach. Den Anfang machten Christoph Wessels und Jürgen Henke.

-hat-

Unter Leitung von Lisa Voss-Loermann stellten Christoph Wessels und Jürgen Henke (v.l.) am Dienstagabend im Heimatmuseum ihre Lieblingsbücher vor. Foto: Dierk Hartleb

Goethe, Schiller, Shakespeare, Böll, Grass und Frisch – sie blieben alle am Dienstagabend zu Hause im Bücherregal, als die Volkshochschule ins Heimatmuseums zur Premiere der „Ahlener Lieblingsbücher“ eingeladen hatte. Frank Schlösser, der bei der VHS den Fachbereich kulturelle Bildung vertritt, geisterte die Idee schon lange durch den Kopf, Ahlenerinnen und Ahlener nach ihren Lieblingsbüchern zu befragen.

Diese Aufgabe übernahm Lisa Voss-Loermann, die sich sogleich ihren beiden Gästen zuwandte. Dr. Julia Schlüter hatte krankheitsbedingt absagen müssen. Christoph Wessels war als erster an der Reihe und präsentierte eine Biografie über Hermann Gerland. Bei dem Bochumer hat der Kulturfachbereichseiter eine Ausnahme gemacht. „Ich habe ein Faible für Torhüter“, bekannte er. Aber Gerland, der seine aktive Laufbahn beim VfL Bochum erst als Stürmer begann, was ihm den Spitznamen „ Tiger“ einbrachte, später als Verteidiger kickte und aktuell Assistenztrainer von Hansi Flick ist, sei eine faszinierende Persönlichkeit, die viel zu sagen habe.

Überraschende Auswahl

Nicht weniger überraschend für viele das Buch, das Unternehmer Jürgen Henke präsentierte: „Heraus mit den Sprachen“ ist von dem herausgebenden Verein „Wortfinder“ als inklusives Buchprojekt angelegt. Zu den zahlreichen Autoren gehört auch Henke selbst, der zu einem Bild ein Gedicht beisteuerte.

Zurück zu Wessels, der noch ein weiteres Buch mitgebracht hatte. In der Reihe „Lonely Planet“ ist ein alternativer Reiseführer mit dem Titel „In her footsteps“ erschienen, der zu einer Entdeckungsreise rund um den Globus einlädt, um interessante Frauenpersönlichkeiten wie Rosa Luxemburg, Hildegard von Bingen, Frida Kahlo, Patty Smith oder Virginia Woolf kennenzulernen. Über seine Lesegewohnheiten plauderte Wessels aus, dass er selten ein Buch am Stück liest.

Weil Finnland ein Teil seines Lebens ist, stellte Henke noch einen Reiseführer über seine zweite Heimat vor, in dem ein deutscher Auswanderer finnische Gewohnheiten beschrieben hat. Wie locker sind die Finnen zum Beispiel beim Saunieren? Gemischte Saunagänge seien ein No-Go, klärte der Ahlener mit den zwei Pässen auf.

Bis zum 28. Februar 2023 müssen sich die Literaturfreunde gedulden, bevor die nächsten Lieblingsbücher vorgestellt werden.

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