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Augustin-Wibbelt-Schule

Fabelwesen in bunter Collage

Vorhelm

Das Projekt der Grundschüler sollte eigentlich in eine Bühnenaufführung münden. Corona kam dazwischen. Was die Kinder aus der Situation gemacht haben, kann sich sehen lassen.

Von Martin Feldhaus

Jürgen Krass mit den Kindern der Klasse 4 a, die die Kostüme selbst und vorwiegend aus Pappe gebastelt haben. Es entstand eine bunte Mischung aus Tieren und Fabelwesen. Foto: Martin Feldhaus

Die Kostüme waren schon fertig und zahlreiche Proben absolviert – eigentlich waren die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4a der Augustin-Wibbelt-Schule zum Auftritt bereit. Doch dann trat die Corona-Pandemie auf den Plan und verhinderte, dass sie ihr eigenes Theaterstück „Hinter den Bergen“ aufführen konnten.

Ein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken? Beileibe nicht. Zusammen mit dem Sendenhorster Künstler Jürgen Krass, der das Projekt leitete, seiner Unterstützerin Gisela Englert und Klassenlehrerin Manuela Habermehl-Gulde entwickelten die Kinder eine kreative Idee: Was eigentlich auf einer Bühne vor Publikum inszeniert werden sollte, hielten sie stattdessen in einer bunten und inspirierenden Collage fest.

Spielend lernen, Theater spielen

Diese bildet den Abschluss des Projekts „Aller Anfang ist schwer aber Ende gut, alles gut – Spielend lernen, Theater spielen“, das bereits 2019 im Rahmen des Landesprogramms „Kultur und Schule“ begann. Was ist eigentlich Theater? Und wie geht das? Diese Fragen bildeten den Ausgangspunkt und mündeten in kleinen Übungen in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit. In diesem Rahmen lernten die Mädchen und Jungen, wie sie Gefühle wie Wut oder Freude ausdrücken oder Bewegungen von Tieren imitieren können. Später dachten sie sich selbst Figuren aus, gaben ihnen Namen und ordneten ihnen bestimmte Eigenschaften zu. Hieraus ergaben sich dann kleine Spielszenen.

Weitere fabelhafte Wesen auf dem Schulhof Foto: Peter Schniederjürgen

Das Ergebnis dieser Übungen empfand Jürgen Krass als „so überraschend, interessant und ergiebig“, dass er sich entschloss, mit den Schülern zusammen aus den Figuren und Spielszenen heraus ein eigenes Theaterstück zu entwickeln, an dem die ganze Klasse beteiligt ist. Es entstand eine spannende und fantasievolle Reise. Diese erzählt die Geschichte von zwei Indianern, die losziehen, um die Welt hinter den großen Bergen zu erkunden, die sie als unbekanntes Mysterium schon immer verlockend fanden. Auf ihrem Weg treffen sie auf unterschiedliche Menschen, Tiere und gar Fabelwesen. Die Kinder waren mit vollem Elan bei der Sache, bastelten Kostüme und probten – bis zum Beginn der Pandemie.

Die Collage, die die Liveaufführung ersetzt Foto: Peter Schniederjürgen

Doch auch von der ließen sie sich in ihrer Begeisterung nicht bremsen und stürzten sich auf die Vorbereitung der Collage. Hierzu malten sie zu den einzelnen Szenen des Theaterstücks Bilder. Fotos der Kinder in den selbst entworfenen Kostümen und Sprechblasen von Jürgen Krass ergaben dann das Buch, das jedes Kind als Erinnerung erhielt.

„Ich finde es bemerkenswert, dass die Kinder trotz der Corona-Pausen immer am Ball geblieben sind“, lobte Manuela Habermehl-Gulde. Sie hätten sich immer flexibel und offen für neue Herausforderungen gezeigt. Als Belohnung hielten sie nun ihr eigenes Buch in der Hand.

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