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Fast vergessener Künstler wiederentdeckt

Dr. Andreas Dombret schenkt dem Kunstmuseum ein Werk von Fritz Klemm

Ahlen

„Frühe Wand“ ist der Titel eines Werks von Fritz Klemm. Das darf das Kunstmuseum nun sein Eigen nennen. Eine Schenkung, die bei allen Beteiligten für große Freude sorgte.

Von Dierk Hartleb

Freuen sich über die Schenkung von.Dr. Andreas Dombret (3.v.l.): Bürgermeister Dr. Alexander Berger, Dr. Martina Padberg, Meinolf Wiesehöfer, Dr. Hans Dallmer und Silke-Anna Linnemann. Foto: Dierk Hartleb

Meinolf Wiesehöfer brachte es auf den Punkt: „Wir sind glücklich und zufrieden“, fasste der Vorsitzende des Stiftungsrats der Theodor-F.-Leifeld-Stiftung die Gemütslage aller Beteiligten zusammen. Soeben hatte Dr. Andreas Dombret der künstlerischen Leiterin des Kunstmuseums, Dr. Martin Padberg, das Bild „Frühe Wand“ von Fritz Klemm überreicht. Es ist nicht das erste Kunstwerk, dass das frühere Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank dem Kunstmuseum Ahlen stiftete. Dank seiner Initiative und Unterstützung gelangten mehrere Werke des Frankfurter Bildhauers Hans Steinbrenner (1928-2008) und ein Werk des Österreichers Arnulf Rainer (geboren 1929) in die Sammlung des Hauses.

Dombret, der in Ahlen aufgewachsen ist und am Städtischen Gymnasium sein Abitur abgelegt hat, fühlt sich der Stadt und besonders dem Museum immer noch sehr verbunden. „Die Villa lag an meinen täglichen Weg zur Schule“, erinnerte sich der Kunstliebhaber, der auch ehrenamtlich im Kuratorium der Schirn Kunsthalle und im Beirat des Städel Museums Frankfurt agiert.

Wiederentdeckung begann in Ahlen

Andreas Dombret dankte dem Kunstmuseum, dass es 2017 die ursprünglich geplante Ausstellung mit Fotografien der Tochter Barbara Klemm auf deren Anregung auf den Vater Fritz Klemm umswitchte. Fritz Klemms Werk sei bis dahin in Vergessenheit geraten gewesen. Für das Kunstmuseum freute sich Martina Padberg, dass die Wiederentdeckung Klemms mit der Ausstellung in Ahlen begonnen habe. Bereits damals sei ein Ankauf eines Werks aus der Ausstellung ins Auge gefasst worden, führte Andreas Dombret aus, was nicht zuletzt dank der Tochter Klemms jetzt durch eine Schenkung zum erfolgreichen Abschluss gebracht werden konnte.

Andreas Dombret, früheres Bundesbank-Vorstandsmitglied und Förderer des Kunstmuseums, schenkt dem Museum ein Werk von Fritz Klemm. Foto: Dierk Hartleb

Der Grundstock für den Aufbau der eigenen Sammlung habe Theo F. Leifeld als Stifter mit einigen wertvollen Werken selbst gelegt, erklärte Meinolf Wiesehöfer, wobei eine eigene Sammlung zunächst nicht im Vordergrund gestanden habe. Martina Padberg kündigte das Erscheinen eines Bestandskatalogs zum Geburtstagsjahr 2023 an, wenn das Museum 30 Jahre alt wird.

Geschenk an die ganze Bürgerschaft

Mit der Stiftung und dem Kunstmuseum, das neben Martina Padberg und Dagmar Schmidt als Kuratorin der Klemm-Ausstellung durch die Beiräte Dr. Hans Dallmer, Michael-Andreae Jäckering sowie der Vorsitzenden des Fördervereins, Silke-Anna Linnemann, vertreten war, freute sich auch Bürgermeister Dr. Alexander Berger, der in der Schenkung eine weitere Aufwertung des Museums sah. Die Geste Dombrets sei zugleich ein Geschenk an die gesamte Bürgerschaft. Bei der Kultur nehme die Stadt einen Vorreiterrolle im Kreis ein.

Bei dem Werk „Früh Wand“, Tusche und Collage auf Papier, handelt es sich laut Martina Padberg um eine „stille, poetische Arbeit“ Fritz Klemms aus der Zeit nach seiner Emeritierung als Professor an der Karlsruher Kunstakademie, als er in deren Räumen ein Atelier mit Blick auf Sichtbetonwände bezogen hatte.

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