1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Ahlen
  6. >
  7. Feier für den Frieden

  8. >

Ökumenisches „Pfingstival“

Feier für den Frieden

Ahlen

Das „Pfingstival“ bringt Menschen Jahr für Jahr unter einem bestimmten Motto zusammen. Dieses Jahr mussten die Initiatoren nicht lange nach einem Titel suchen.

Von Ralf Steinhorst

Simeon Sougaris, Pfarrer Willi Stroband, Michael Oertel, Pfarrerin Dorothea Helling und Benjamin Bartels (v.l.) laden am Pfingstmontag zum ökumenischen „Pfingstival“ ein. Foto: Ralf Steinhorst

Der Krieg ist auf den europäischen Boden zurückgekehrt, es herrscht eine Atmosphäre des Unfriedens. „Unfrieden“ heißt deshalb auch das Leitwort zum ökumenischen „Pfingstival“. Das findet am Pfingstmontag (6. Juni) um 11 Uhr auf dem Sidney-Hinds-Platz gegenüber dem Bahnhof statt.

Der Sidney-Hinds-Platz wurde von der Evangelisch-freikirchlichen Gemeinde, der Evangelischen Kirchengemeinde, der griechisch-orthodoxen Gemeinde, der katholischen Gemeinde St. Bartholomäus und der syrisch-orthodoxen Gemeinde St. Georg, die das „Pfings­tival“ wieder gemeinsam ausrichten, mit Bedacht gewählt. „Die Geschichte von Colonel Sidney Hinds und Oberfeldarzt Dr. Paul Rosenbaum zeigt die Bedeutung der Versöhnung für ein friedliches Leben“, beschrieb Dorothea Helling die Bedeutung der friedlichen Übergabe Ahlens am 31. März 1945.

Brüchiger Frieden auf Erden

Nicht weniger Bedeutung hatte die Wortwahl Dr. Rosenbaums an Colonel Hinds: „Im Namen Gottes, der Barmherzigkeit und Menschlichkeit – verschonen Sie diese Stadt mit ihren vielen tausend Verwundeten und Toten“. Colonel Hinds sagte später, diese Worte hätte nie ein Nazi sprechen können. Auch wenn der Frieden auf Erden immer irgendwo brüchig sei, auf den himmlischen Frieden könne man hoffen, so Dorothea Helling. „Ansatzweise haben es Colonel Hinds und Oberfeldarzt Dr. Rosenbaum vorgemacht“, ergänzte Pfarrer Willi Stroband.

Symbole des Pfingstfestes

Nachdem das „Pfingstival“ in den vergangenen beiden Jahren in kleinem Rahmen im Autokino oder als Pilgerweg mit Fahrrad stattgefunden hatte, kann nun wieder ohne Beschränkung gefeiert werden. „Es werden wieder die Pfingstsymbole auftauchen“, kündigte Dorothea Helling an. Ekatherine und Simeon Sougaris werden griechisch-liturgische Pfingstlieder singen, das „Vater unser“ wird in aramäischer Sprache erklingen. Die ökumenische Band ist mit Andrea Bergmann, Andreas Blechmann, Martin Göcke, Andreas Leinhäupl, Markus Möhl und Larissa Neufeld neu besetzt. Michael Oertel von „Order a Party“ übernimmt wieder die Technik.

Zum Abschluss wird es wie gewohnt ein gemütliches Beisammensein mit Imbiss und Getränken geben, um miteinander ins Gespräch kommen zu können. Sollte bei der Veranstaltung unter freiem Himmel das Wetter nicht mitspielen, ist die Pauluskirche als Ausweichort vorgesehen.

Startseite
ANZEIGE