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Hilfe für Kinder: Innosozial übernimmt

Förderzentrum im Markt 1

Ahlen

Innosozial übernimmt „Markt 1“ in Ahlen. Der Leerstand soll im nächsten Jahr heilpädagogisches Frühförderzentrum werden. Adressaten: Kinder bis zum sechsten Lebensjahr mit Behinderungen und Entwicklungsverzögerungen. Auch für Kunst ist Platz – schon jetzt in den Schaufenstern.

wn

Innosozial übernimmt den Leerstand am Markt 1. Er beherbergt ab dem kommenden Jahr Therapie- und Förderräume für ein heilpädagogisches Frühförderzentrum. Foto: Ulrich Gösmann

In das leerstehende Haus am Markt 1, das bis vor zwei Jahren ein Optikergeschäft beherbergte und Jahrzehnte beliebte Anlaufstelle für kreative Deko- und ausgefallene Geschenkartikel war, soll im kommenden Jahr wieder Leben einziehen. „Auf drei Etagen und durch einen Aufzug barrierefrei, sollen Therapie- und Förderräume für ein heilpädagogisches Frühförderzentrum entstehen“, verrät Innosozial-Geschäftsführer Dietmar Zöller. Beginnend mit einer ärztlichen und psychologischen sowie heilpädagogischen Diagnostik werden Kinder mit Behinderungen und Entwicklungsverzögerungen optimal durch ein interdisziplinäres Team betreut. „Eltern von Kindern im Alter bis sechs Jahren können sich in einer offenen Beratung ohne Rezept oder Überweisung beraten lassen“, nennt Dietmar Zöller als großen Vorteil.

Wenn dem Kinderarzt, der Tageseinrichtung oder den Eltern selbst etwas auffällt, dann ist Markt 1 zukünftig die erste Adresse. Ergänzend zu Ärzten, Psychologen und Heilpädagogen sind Logopäden, Krankengymnasten und Ergotherapeuten sowie Fachkräfte aus der Sozialarbeit und Rehapädagogik für die Kinder da.

Dietmar Zöller

Eingebunden ist das Frühförderzentrum in das ganzheitlich vernetzte Konzept der Innosozial, das viele Formen der Beratung und Begleitung wie beispielsweise die Bereiche Familien- und Schwangerschafts(konflikt)beratung, Erziehungshilfen, Autismustherapie und Betreutes Wohnen vorhält.

Über die rein fachliche Arbeit hinaus will Innosozial im Herzen der Stadt auch Begegnung, Kunst und Kultur anbieten. Wie mit der aktuellen Ausstellung eines Mitglieds des VHS-Kunstkurses erhalten zukünftig regionale und überregionale Aussteller, Musiker und andere Kulturanbieter Gelegenheit für Kurse, Auftritte und Sessions.

Auftakt für das kulturelle Angebot ist eine Ausstellung des autodidaktischen Ahlener Künstlers Heinz Josef Heese in den großen Schaufenstern. Er stellt eine kleine Auswahl seiner Gemälde vor, in denen er die Malerei im klassischen Sinne für sich immer wieder neu entdeckt. In erster Linie malt Heinz Josef Heese jedoch für sich selbst. Erst wenn ein Bild gut geworden ist, ist er zufrieden. Die Anerkennung der Öffentlichkeit ist für ihn weniger wichtig. Deshalb ist es auch seine erste Einzelausstellung. Sie wird über drei Wochen laufen.

Stühle und Tische laden künftig innen und auch vor der Tür alle ein – kleine, aber feine Angebote, inklusiv und multikulturell, gemäß der im vergangenen Jahr von Innosozial durchgeführten Studie „Kultur für alle und mit allen“.

„Darin wird als Fazit mehr Vielfalt und das Einbeziehen aller Kulturen in Feste, Events und Treffpunkte gefordert“, unterstreicht Dietmar Zöller. Ein konkretes fachliches und kulturelles Konzept verspricht der Geschäftsführer für den Herbst.

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