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Versammlung der FWG-Mitglieder

Fraktion will öffentlich tagen

Ahlen

Mit dem Ergebnis der Kommunalwahl war die Freie Wählergemeinschaft nicht zufrieden. Das machte der Vorsitzende Heinrich Art auf der Mitgliederversammlung noch einmal deutlich, um sich dann der Zukunft zuzuwenden.

Von Ralf Steinhorst

Der FWG-Vorsitzende Heinrich Artmann (r.) begrüßte den Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Alfred Kruse, der Einblick in aktuelle Energiethemen gab. Foto: Ralf Steinhorst

Auf ihrer Hauptversammlung ließen die Mitglieder der Freien Wählergemeinschaft (FWG) am Freitagabend im Landgasthaus Schulze Rötering die vergangene Kommunalwahl Revue passieren, beschäftigten sich aber auch mit aktuellen Themen. Als Gastredner sprach der Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Alfred Kruse, der Einblicke in aktuelle Energiethemen gab.

Das Ergebnis der Kommunalwahlen kommentierte der FWG-Vorsitzende Heinrich Artmann enttäuscht: „Wir waren mit dem Wahlergebnis nicht zufrieden.“ Die Rathausfrage sei ein wichtiges Thema gewesen. „Wir kamen da nicht vor, wir haben da nicht richtig mitgemischt“, bemängelte der Vorsitzende. Das habe dazu geführt, dass die FWG mit nur zwei Kandidaten in den Stadtrat einzog.

Ahlen wird nun die städtischen Finanzen umtreiben. Dass das neue Rathaus kommen müsse, sei bei der FWG unbestritten, verdeutlichte Heinrich Artmann. Die städtischen Mitarbeiter müssten schließlich einen ordentlichen Arbeitsplatz haben: „Der Rathausentwurf aus dem Wettbewerb ist sicherlich preislich vernünftig.“

Dagegen sei das Bürgerforum als Nachfolger der Stadthalle überdimensioniert und in der Größenordnung nicht finanzierbar. Es gebe Beispiele, in denen die Kosten einer Stadthalle den Kommunen das Genick gebrochen haben. Dass vor diesem Hintergrund die Hundesteuer abgeschafft wurde, habe die FWG nicht verstanden. Man werde Mühe haben, die Finanzen in Ordnung zu halten.

Bürgernahe Ratsarbeit

Die Ratsarbeit der FWG stufte Heinrich Artmann als bürgernah ein. Schließlich wolle man das Sprachrohr für die Bürger sein. In diesem Sinne kündigte er offene Fraktionssitzungen an, an denen interessierte Bürger teilnehmen können.

Die Herausforderungen an die Zukunft des Energiebereichs legte Dr. Alfred Kruse dar. „Klimaschutz first“, kommentierte er das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom März zu Gunsten nach schnelleren und intensiveren Klimaschutzmaßnahmen. Das müsse nun in vielen Bereichen übersetzt werden, erklärte Dr. Kruse. Ahlen sei bei den erneuerbaren Energien schon gut aufgestellt. Es müssen aber noch weitere Schritte folgen, wie bei der intensiveren Nutzung von Dächern für Photovoltaik und dem allgemeinen Energiemanagement. Auch beim Thema Wasserstoff seien die Stadtwerke nicht außen vor, dort sind sie der Wasserstoffallianz Westfalen beigetreten.

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