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WLAN für alle offen

Freifunk jetzt auch im und am Glückaufheim

Ahlen

Das Stadtteilbüro ist jetzt Teil der Projekts Freifunk. Wer sich im oder nahe dem Glückaufplatz aufhält, kann sich dort den kostenlosen WLAN-Hotspot nutzen.

wn

Freuen sich über Freifunk am und im Glückaufheim: Solmaz Uzuner, Mitarbeiter im Stadtteilbüro, Tim Odendahl von der „Initiative Freifunk“ und Hermann Huerkamp, Leiter des Stadtteilbüros. Rechts im Fenster das Freifunk-Logo. Foto: Leon Walter

Ab sofort gibt es freies Internet für jeden, der sich im und rund um das Stadtteilbüro befindet. Möglich wurde der kostenlose WLAN-Hotspot im Südosten durch die „Initiative Freifunk“ – einer Mitmachbewegung, deren Ziel es ist, flächendeckend kostenlose Funknetzwerke einzurichten.

„Menschen kaufen bei uns einen Router, stellen ihn Zuhause auf und bieten ihn offen an“, erklärte Tim Odendahl von der Initiative das Prinzip von Freifunk. Dabei werde nicht nur Internet angeboten, im Idealfall könnten Anbieter auch eigene Dienste zur Verfügung stellen. So seien in vielen Städten des Münsterlandes – mit Ursprung in Münster 2014 – sogenannte „Communitys“ von Freifunk-Anbietern entstanden. Mittlerweile gebe es im gesamten Münsterland etwa 1000 solcher Knoten, allein in den vergangenen zwei Monaten seien etwa 500 neue Freifunk-Anbieter hinzugekommen. Die Bekanntheit der Initiative steige also stetig.

„Wir sind froh und glücklich, Teil dieses Projekts zu sein“, merkte Herrmann Huerkamp, Leiter des Stadtteilbüros, an. Es stecke in Ahlen schließlich noch in den Kinderschuhen und das Stadtteilbüro müsse eine Anlaufstelle für Internetzugang sein. Dies gelte besonders für Migranten, die über das Internet den Kontakt zu ihrer Heimat suchen.

Die Technik für den Internetnutzer ist dabei sehr simpel: Man loggt sich über das Smartphone oder andere internetfähige Geräte ins WLAN ein und hat Internetzugriff – ohne Beschränkungen oder Angabe persönlicher Daten. Hinzu kommt, dass das eigene Handy nicht nur den lokalen, sondern auch bundesweiten „Freifunk“-Router erkennt und sich automatisch verbindet. „Freifunk“ steht dabei auf einer Ebene mit anderen großen Internetanbietern.

Anders als bei diesen ist aber der Besitzer eines Routers der nicht-kommerziellen Initiative nicht haftbar für das, was die WLAN-Nutzer im Internet machen. Man zeige sich im Falle einer Strafverfolgung zwar kooperativ mit den Behörden, könne aber keine Daten der Internetnutzer preisgeben. Zum einen werde die Identität eines Internetnutzers bei Zugriff auf die Freifunk-Server verschlüsselt, zum anderen dürfe die Initiative Daten aus rechtlichen Gründen überhaupt nicht speichern, wie Tim Odendahl weitergehend erläuterte. Dies solle mehr Bürger dazu ermutigen, selbst einen Router bei sich einzurichten.

„Es handelt sich um Internet von Bürgern für Bürger“, stellte Hermann Huerkamp klar. Sollte also bei Ahlener Bürgern ein Interesse bestehen, die örtliche „Community“ noch etwas zu erweitern, sei der Kontakt zur Weitervermittlung über das Stadtteilbüro möglich.

Freifunk finde nicht nur bei Privatmenschen oder in Städten großen Anklang – auch Flüchtlingsheime seien schon durch die Bewegung vernetzt worden. Der große Zuspruch der vergangenen Monate führe somit zu einer größeren Beanspruchung der Freifunk-Server, wie Tim Odendahl feststellte.

Zu ihrer Erhaltung und Fortführung bittet die Initiative auch über ihre Website www.freifunk.net, auf der sich auch weiterführende Informationen finden, um Spenden.

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