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30 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Ahlen und Teltow

Freundschaftsfeld trägt Früchte

Ahlen / Teltow

Das 30-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Ahlen und Teltow wurde am Wochenende mit einem Festakt gefeiert. Dabei wurden auch neue Bande zu den Abordnungen der Nachbarländer geknüpft.

Von Christian Wolff

Alban Bruneau (Bürgermeister Gonfreville L‘Orcher), Andrzej Katarzyniec (Bürgermeister Zagan), Dr. Alexander Berger (Bürgermeister Ahlen), Thomas Schmidt (Bürgermeister Teltow), Horst Jaunich (Altbürgermeister Ahlen), Siegfried Kluge (Altbürgermeister Teltow) und Bruno Le Coq (Altbürgermeister Gonfreville L‘Orcher und Mitglied der französischen Nationalversammlung, v.l.). Foto: Christian Wolff

In einer Zeit, in der eine weltweite Pandemie die Menschen dauerhaft zu isolieren scheint, hat eine völkerverbindende Veranstaltung eine besondere Bedeutung. Dass Abordnungen aus Deutschland, Frankreich und Polen am Samstag in Teltow zusammenkamen, bewegte dessen Bürgermeister Thomas Schmidt sichtlich.

30 Jahre besteht bereits die Städtepartnerschaft mit Ahlen. Seit 15 Jahren werden auch die Bande ins polnische Zagan gepflegt. Schon im Jahr 1966, noch zu DDR-Zeiten, entstand der enge Kontakt ins französische Gonfreville L‘Orcher.

Lob an die Wegbereiter

„Es gibt kaum ein Feld, auf dem sich Investitionen, seien sie finanzieller oder anderer Art, derart lohnen und solche Früchte tragen, als das Feld der Städtepartnerschaften“, sagte Schmidt vor rund 120 geladenen Gästen im Stubenrauchsaal des Rathauses. „Und das gilt umso mehr, wenn es auf europäischer oder gar weltpolitischer Ebene mal ordentlich ruckelt.“ Namentlich erwähnte Schmidt auch die beiden Altbürgermeister Siegfried Kluge (Teltow) und Horst Jaunich (Ahlen), die sich als Wegbereiter dieser Verbindung verdient gemacht haben. Zu den Ehrengästen zählten aber auch zahlreiche Vertreter aus Politik, Kultur und Gesellschaft.

Altbürgermeister Horst Jaunich beim Festakt. Foto: Dirk Pagels

Ahlens Bürgermeister Dr. Alexander Berger, der von seinen Stellvertretern Rita Pöppinghaus-Voss und Serhat Ulusoy begleitet wurde, lobte den Facettenreichtum dieser Städtepartnerschaft, die nicht nur von offizieller Seite, sondern inzwischen auch durch viele private Initiativen mit Leben erfüllt werde. „Unsere Partnerschaft wurzelt in den Höhen und Tiefen der deutschen Geschichte“, sagte er und hielt dabei nicht hinterm Berg, dass es im Umfeld dieser Veranstaltung auch sehr intensive und angenehme Kontakte zu den französischen und polnischen Gästen gegeben habe, weshalb er parallel zu den Teltowern auch in diese Richtung Einladungen nach Ahlen ausgesprochen habe, „Und wer weiß, vielleicht ergibt sich daraus ja auch mal eine echte Partnerschaft“, so Berger. Von polnischer Seite wurde bereits deutliches Interesse bekundet. „Wir kommen gerne“, sagte Andrzej Katarzyniec.

Gastgeschenk mit Bergbautradition Thomas Schmidt und Alois Steinkamp (v.l.). Foto: Christian Wolff

„Pöttken“ mit münsterländischen Köstlichkeiten

Alois Steinkamp, der den Ahlener Verein für Städtepartnerschaft vertrat und mit rund 50 Bürgern per Bus angereist war, überraschte die Teltower mit einer Miniaur-Lore in Erinnerung an die Ahlener Bergbauvergangenheit. „In Zeiten knapper Kassen kann man Kohlen immer gut gebrauchen“, sagte er mit einem Augenzwinkern. Für die Hauptinitiatoren des Festakts, Kulturassistent Dirk Pagels und Pressesprecher Jürgen Stich, hatte Steinkamp außerdem ein „Pöttken“ mit münsterländischen Köstlichkeiten mitgebracht. Das Programm des Städtepartnerschaftsvereins erstreckte sich über insgesamt vier Tage. (Weiterer Bericht folgt.)

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