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Konzert mit Anna bei Renner

„Friedensbombe“ wirkt nach innen

Ahlen

Der ungewöhnliche Konzertraum, die Lichtspiele und nicht zuletzt die Musik begeisterten das Publikum, das am Freitag zum Konzert mit Singer/Songwriterin Anna zu den Metallwerken Renner gekommen war.

Von Ralf Steinhorst

Anna forderte in vielen ihrer Texte dazu auf, sich etwas zu trauen um sich zu verwirklichen. Foto: Ralf Steinhorst

Der Begriff Frieden ist aktuell in aller Munde, wird häufig in politischen oder gesellschaftlichen in Zusammenhang gebracht. Sängerin und Songwriterin Anne-Kathrin Quittek-Hoffmann hat unter ihrem Künstlernamen Anna den Begriff auf ihrer CD „Friedensbombe“ eher mit dem inneren Frieden eines jeden Menschen verbunden. In der Produktionshalle der Metallwerke Renner gab sie am Samstagabend mit ihrer Band ein Konzert.

Ort mit magischem Touch

„Dieser Ort hat etwas Magisches und Sakrales, hier wird etwas geschaffen“, freute sich Moderator und Annas Ehemann Martin Quittek über die ungewöhnlichen Konzerträume. Ein Ort, wo die Illumination mit nachlassendem Tageslicht durch die Oberlichter an Faszination gewann. In einem Gespräch die Idee zu diesem Konzertort aufgekommen, Renner-Inhaber Jürgen Henke sagte sofort zu. Er würde es auch wieder tun, bekannte er nach dem Konzert begeistert, nachdem er zunächst leise Zweifel gehabt habe. Wie in diesen Tagen so oft, konnte auch hier für die Opfer des Ukrainekriegs gespendet werden.

Anna wurde von ihrer Band mit Patrick Zapf (Hammondorgel), Eduard Oldenburger (Gitarre), Oliver Zapf (Drums) und Oliver Christ (Bass) begleitet. Eine Kombination, die sich eher zufällig ergeben hatte, aber sehr harmonisch ist. Anna schreibt ihre Texte selbst und lässt sie überwiegend von ihren Bandmitgliedern und Arno Mejauschek vertonen.

Für Gastgeber Jürgen Henke war das Konzert ein Anreiz, weitere künstlerische Veranstaltungen in der Produktionshalle durchzuführen. Foto: Ralf Steinhorst

„Wir wollen heute Abend Spaß zusammen haben“, war es Anna ein wichtiges Anliegen, mit dem Song „Let It Flow – Love Grows“ setzte sie gleich einen Reiz, die Augen zu schließen und entspannt dem leichten Fluss der Musik und des Textes zu folgen. Die Titel sang Anna bis auf zwei Ausnahmen in Deutsch, genremäßig kam vom leichten jazzigen Sound über Country bis hin zu Tango keine Langeweile auf. Das Prinzip des Quintetts: Annas Texte sollen das passende Genre bekommen.

Die Texte sind durchweg positiv besetzt, meist mit dem Inhalt, sich etwas zu trauen und seinem Leben einen Sinn zu geben. Verbunden mit Annas ganz eigenem Wunsch: „Wir denken groß, wir würden gerne mal durch Amerika touren.“

Hillu Baron bereicherte mit ihrem Friedensgedicht den Konzertabend. Foto: Ralf Steinhorst

Der Titelsong „Friedensbombe“ zeigte aber auch die andere Seite, nämlich die, inneren Frieden zu finden: „Friedensbombe explodiere, um endlich frei zu sein.“

Ganz ohne den Bezug von Frieden zum aktuellen Geschehen ging es dann aber doch nicht: Hillu Baron und Jürgen Henke boten mit ihren Friedensgedichten einen Kontrast. „Lasst uns einander Hoffnung geben – Nähe und natürlich Liebe“, wünschte sich Hillu Baron in der derzeitigen Situation.

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