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Innosozial am Markt

Frühförderung: Zentrum eröffnet

Ahlen

Lang war das Haus am Markt 1 eine Baustelle. Vor ein paar Tagen ist das Zentrum für interdisziplinäre Frühförderung von Innosozial eingezogen und arbeitet mit Kindern im Alter bis zu sechs Jahren, die Entwicklungsverzögerungen haben.

Von Dierk Hartleb

Zu dem kleinen Gruppen auf halber Höhe führt eine Treppe, die sich bei Bedarf auch in einen Lift verwandelt. Foto: Peter Schniederjürgen

Das lange Warten hat sich gelohnt. „Wir haben unser neues Zentrum in der vergangenen Woche

in Betrieb genommen“, erklärt Tanja Salaj beim Rundgang durch das Gebäude am Marktplatz.

An frühere Nutzungen als Wohnstudio und danach durch ein Brillengeschäft erinnert in den hellen Räumen nichts mehr. „Die Kinder sollen sich bei uns wohlfühlen“, erläutert Salaj, die das Zentrum für interdisziplinäre Frühförderung von Innosozial leitet. „Wir sind auf allen drei Ebenen barrierefrei“, betont Innosozial-Geschäftsführer Dietmar Zöller. Wobei das auch die Auflage der „Aktion Mensch“ war, die den barrierefreien und kindgerechten Umbau des Fachwerkhauses aus dem 18. Jahrhundert maßgeblich fördert.

Das Wohlfühlen beginnt be im Empfang. Über die Treppe oder Rampe erreichen die kleinen und großen Klientinnen und Klienten den Eingangsbereich, wo sie an de Rezeption weiter geleitet werden. Erste Station wird in der Regel die Diagnostik sein.

Der Eingangsbereich kann zu einem großen Raum erweitert werden, wenn man die Trennwand zur Seite schiebt, hinter der sich ein Besprechungsraum verbirgt. Zöller kann sich hier ebenso wie im Innenhof kleine Veranstaltungen wie Lesungen oder Konzerte vorstellen.

Blick in die Räume von Innosozial Foto: Dierk Hartleb

Über die Treppe oder mit dem Aufzug geht es in die erste Etage, wo verschiedene Therapieräume eingerichtet sind. Alle unterscheiden sich durch die Farbgebung und machen sie für die Kinder durch die lustige Biene oder die freundliche Schildkröte leichter unterscheidbar.

Das Schlüsselwort ist „Hilfen aus einer Hand“, unterstreicht die Rehabilitationspädagogin, die Supervisorin für Marte Meo-Methode ist. Die wird in der Erziehungsberatung an zur Verhaltensbeobachtung und zum Lernen eingesetzt. Auch die Treppe hat eine therapeutische Funktion. Denn von aus einer gegenüberliegenden Öffnung lässt sich die Motorik der Kinder beim Treppensteigen beobachten. Zielgruppe sind Kinder im Alter von null bis sechs Jahren mit Behinderungen und Entwicklungsverzögerungen, die hier durch ein interdisziplinäres Team betreut werden.

Enge Abstimmung mit dem Denkmalschutz

Ergänzend zu Ärzten, Psychologen und Heilpädagogen kommen Logopäden, Krankengymnasten und Ergotherapeuten sowie Fachkräfte aus der Sozialarbeit und Rehapädagogik hinzu.

Thomas Dreyer, designierter Verwaltungsleiter, hat den Umbau betreut, der eine enge Abstimmung mit dem Denkmalschutz erforderte. In den ersten heißen Tagen hat sich bereits gezeigt, dass sich die traditionelle Lehmbauweise optimal auf das Raumklima auswirkt. Geheizt und gekühlt wird mittels einer Wärmepumpe,wobei die Heizelemente in der Wand liegen.

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