1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Ahlen
  6. >
  7. Galvaswiss-Ansiedlung könnte weitere Unternehmen anziehen

  8. >

Stadtbaurat erwartet Synergieeffekte im Olfetal

Galvaswiss-Ansiedlung könnte weitere Unternehmen anziehen

Ahlen

Zieht die Galvaswiss AG weitere Unternehmen nach Ahlen? Stadtbaurat Thomas Köpp erwartet Synergieeffekte im Gewerbepark Olfetal. Dass im Gewerbegebiet Am Vatheuershof gleich zwei neue Investoren bereitstehen, ist eine weitere gute Nachricht am Wirtschaftsstandort Ahlen.

Von Ulrich Gösmann

Der Natur- und Gewerbepark Olfetal wächst. Die Galvaswiss AG will hier ein Korrosionsschutzzentrum errichten. Foto: Ulrich Gösmann

Von der beabsichtigten Ansiedlung der Galvaswisss AG auf der Erweiterungsfläche des Natur- und Gewerbeparks Olfetal erwartet Stadtbaurat Thomas Köpp Synergieeffekte. Es könne passieren, dass sich drumherum auf kleineren Feldern ganz gezielt Unternehmen platzieren, um direkt zu profitieren, erklärte er am Dienstag in der Sitzung des Stadtplanungs- und Bauausschusses.

Thomas Kozler (SPD)

Im Ratssaal fand am Abend breite Zustimmung, was am Morgen bereits in der Zeitung gestanden hatte: die Ansiedlungsabsichten eines Schweizer Unternehmens mit der Aussicht auf bis zu 250 neue Arbeitsplätze am Wirtschaftsstandort Ahlen. „Eine sehr positive Entwicklung“, lobte auch Thomas Kozler (SPD), ehe das Gremium dem vorliegenden Aufstellungsbeschluss einstimmig zustimmte. Er beinhalt zwei Änderungen des Bebauungsplans, die der Leiter der Stadtplanungsabteilung, Markus Gantefort, erläuterte. Mit Galvaswiss zeige ein „großes Unternehmen“ Inter­esse, das „viel Fläche“ brauche. Und mehr, als der ursprüngliche Planungsrahmen vorgegeben habe. Die Nachricht sei gerade rechtzeitig im Stadium der Erschließung angekommen, um noch eingearbeitet werden zu können. Teile der Ringerschließung würden jetzt zurückgenommen, so dass ein großes Baufeld bereitstehe. Die Investoren wollen mit einem Korrosionsschutzzentrum an den bestehenden Gewerbepark anschließen. In einem ersten Schritt sollen sieben Hektar Fläche entwickelt werden. Und weitere 23 500 Qua­dratmeter über zwei Jahre als Optionsfläche bereitgehalten werden.

Markus Gantefort, Leiter der Stadtplanungsabteilung

Korrosionsschutz, so Gantefort, stehe für Langlebigkeit und eine „sehr nachhaltige Produktionsweise“. Galva­swiss sei ein energieintensives Unternehmen, das auf Windkraft setze. Entsprechend die zweite Änderung des B-Plans für den Bau von Kleinwindkraftanlagen bis zur Höhe von 50 Metern.

Gute Nachrichten auch aus dem Gewerbegebiet Am Vatheuershof. Zwei Interessenten wollen sich auf einer 14 800 Quadratmeter großen Gewerbefläche ansiedeln. In zuletzt drei bis vier Gewerbeeinheiten aufgeteilt, hatte sie sich nicht vermarkten lassen. Konkret geht es um den Bereich der ehemaligen städtischen Kompostfläche (Am neuen Baum) sowie weitere südlich angrenzende Flächen. Stadtplaner Thomas Kampmann hielt mit seiner Freude nicht zurück: „Ich hätte nicht gedacht, dass wir den B-Plan hier so schnell wiedersehen.“ Mehr noch: Dadurch, dass die Fläche geteilt und nicht geviertelt werde, könne auf eine Erschließungsanlage verzichtet werden.

Der Stadtplanungs- und Bauausschuss stimmte der Beschlussvorlage zu. Die erneute Offenlegung der zweiten Änderung des B-Plans beinhaltet die teilweise Rücknahme der zunächst festgesetzten Wendeanlage mit rund 975 Quadratmetern Fläche.

Startseite
ANZEIGE