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Reaktion auf erhöhte Nachfrage

Garten der Begegnung wird größer

Ahlen

Gärtnerbetreute Gemeinschaftsgrabanlagen sind gefragt. Deswegen wird der Garten der Begegnung auf dem Südfriedhof nun erweitert.

Ralf Steinhorst

Die gärtnerbetreute Grabanlage „Garten der Begegnung“ wurde zu klein, jetzt wird sie erweitert (v. l.): Andreas Lüggert, Bernhard und Andreas Wallgärtner, Philipp Freitag und Martin de Kunder. Foto: Ralf Steinhorst

Auf dem Südfriedhof sind zurzeit die Friedhofsgärtner der IG Ahlener Friedhöfe (IGAF) mit ihrem kleinen Bagger aktiv. Denn das Projekt der gärtnerbetreuten Gemeinschaftsgrabanlage „Garten der Begegnung“ hat so viel Zuspruch gefunden, dass sie nun auf einem direkt benachbarten Feld erweitert und die Fläche damit verdoppelt wird.

Der Garten der Begegnung auf dem Südfriedhof wurde im Jahr 2014 eingerichtet. Dort pflegt die IGAF die ganze Grabanlage und nicht nur ein einzelnes Grab für die Dauer von 30 Jahren. Diese Idee kam bei den Bürgern so gut an, dass für die ursprüngliche Fläche inzwischen keine Vorsorgeverträge mehr angenommen werden können. Mit dem „Lichtgarten“ auf dem Westfriedhof ist zwischenzeitlich sogar eine weitere Grabanlage entstanden.

Martin de Kunder

„Schon 2014 haben wir uns bei der Stadt die Option für das Nachbarfeld gesichert“, ist Friedhofsgärtner Andreas Lüggert froh, mit seinen Kollegen weitsichtig gehandelt zu haben. Denn schon damals stand fest, dass die Reihengräber auf dem Feld nach 30 Jahren Ende 2020 auslaufen und es neu belegt werden kann. Sein Kollege Martin de Kunder sieht dabei vor allem eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten: „Die Stadt hat die Einnahmen, aber für die Herrichtung und Pflege keine Kosten.“ Die Gräber werden von den Gärtnern übergreifend bepflanzt, so dass ein ruhiges Gesamtbild entsteht. Für die Bevölkerung haben sie sich längst zu Vorzeigeobjekten entwickelt.

Dass ausgerechnet das Nachbarfeld belegt werden kann, empfinden die Friedhofsgärtner als Glücksfall. Der Bedarf für diese Art der Gemeinschaftsgrabanlagen ist vorhanden. Für den Südfriedhof liegen 30, für den Westfriedhof 50 Vorsorgeanträge bei der IGAF vor.

Die Erweiterung auf dem Südfriedhof bietet Platz für zirka 300 Urnen- und 22 Sargbestattungen. Auch auf dem Westfriedhof können infolge von Erweiterungen noch Vorsorgeverträge angenommen werden. Die Erweiterungsarbeiten auf dem Südfriedhof werden durch die Garten- und Landschaftsbaubetriebe Bernhard Wallgärtner und Philipp Freitag ausgeführt. Der Wegebau soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, die Bepflanzung bis März kommenden Jahres.

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