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Gedenken am 9. November

Gastredner ist ein Kenner der Geschichte

Ahlen

Zum diesjährigen Gedenken anlässlich der Reichspogromnacht spricht der Historiker, Autor und Gründer des Holocaust Research Centre, Peter Longerich.

Das Gedenken zur Reichspogromnacht findet am 9. November traditionell am Mahnmal an der Klosterstraße statt. Foto: Archiv

Traditionell gedenken am 9. November das Forum Brüderlichkeit, die Stadt Ahlen, die Ahlener Kirchen und Schulen des Jahrestags der Reichspogromnacht vom 9. November 1938. In dieser Nacht wurde auch die Ahlener Synagoge von Nationalsozialisten angezündet und zerstört. Mitbürgerinnen und Mitbürger jüdischen Glaubens wurden angegriffen, verletzt, verfolgt und getötet.

Die Kundgebung zum Gedenken an die Reichspogromnacht findet am Mittwoch (9. November) um 18 Uhr am Jüdischen Mahnmal in der Klosterstraße statt. Alle Ahlener Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, an der Kundgebung teilzunehmen. Bei der Kundgebung sprechen Bürgermeister Dr. Alexander Berger und der Autor und Historiker Peter Longerich.

Was in Ahlen geschah

Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums Ahlen erinnern in einem Beitrag an die Opfer der Reichspogromnacht in Ahlen und zeigen auf, was hier am 9. November 1938 geschah. Musikalisch begleitet wir die Gedenkveranstaltung vom evangelischen Posaunenchor Ahlen.

Gastredner Peter Longerich, geboren 1955, lehrte als Professor für moderne Geschichte am Royal Holloway College der Universität London und war Gründer des dortigen Holocaust Research Centre. Von 2013 bis 2018 war er an der Universität der Bundeswehr in München tätig. Er war einer der beiden Sprecher des ersten unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus des Deutschen Bundestags und Mitautor der Konzeption des Münchner NS-Dokumentationszentrums.

Bücher sind Standardwerke

Seine Bücher über die „Politik der Vernichtung“ (1998) und ihre Resonanz in der deutschen Bevölkerung, „Davon haben wir nichts gewusst!“ (2006), sind Standardwerke. Seine Biografien „Heinrich Himmler“ (2008), „Joseph Goebbels“ (2010) und „Hitler“ (2015) fanden weltweit Beachtung. Zuletzt erschienen „Wannseekonferenz“ (2016) sowie „Antisemitismus. Eine deutsche Geschichte“ (2021).

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