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FDP-Neujahrsempfang

Gebauer: „Bis Corona lief alles gut“

Ahlen

Über Yvonne Gebauer als Gastrednerin freuten sich die Mitglieder und Gäste beim Neujahrsempfang des FDP-Ortsverbands.

Von Ralf Steinhorst

Yvonne Gebauer blickte auf ihre Amtszeit als NRW-Ministerin zurück. Foto: Ralf Steinhorst

Nach pandemiebedingten Ausfällen hat der FDP-Ortsverband Ahlen am Dienstagabend im Stadthallenrestaurant seinen traditionellen Neujahrsempfang wiederbelebt. Als Gastrednerin hatten die Liberalen Yvonne Gebauer, ehemalige Schul- und Bildungsministerin des Landes NRW und Beisitzerin im Landesvorstand der FDP, eingeladen.

„Auch im Hintergrund haben wir viel getan, wir waren also nie weg“, vermerkte der FDP-Ortsverbandsvorsitzende Norbert Fleischer in seiner Begrüßung in Bezug auf die beiden ausgefallenen Neujahrsempfänge. Man habe auch genug zu erarbeiten, in den vergangenen 20 Jahren sei unter anderem zu wenig in Infrastruktur investiert worden. Das gelte auch für das Land und den Bund, was auch daran liege, dass Entscheidungen herausgezögert oder nicht getroffen würden, was er der Bürgerschaft nicht mehr vermitteln könne.

Dem Staat Verantwortung zutrauen

Bürgermeister Dr. Alexander Berger griff ein aktuelles Zitat des Altliberalen Gerhard Baum auf, in dem der seiner Partei eine Scham attestierte hatte, dem Staat Verantwortung zuzutrauen. Zumindest für Ahlen gelte das nicht, die FDP sei hier aktive Kraft und Motor des Geschehens. Sie zeichne aus, zu ihrer Haltung zu stehen und deutlich Stellung zu beziehen. Die Bürgercampus-Frage sei ein Beispiel dafür, mit der FDP habe zudem ein zielführender Haushalt für 2023 auf den Weg gebracht werden können. Alexander Berger verwies darauf, dass in den letzten sieben Jahren die Investitionskredite der Stadt von 55 auf rund 35 Millionen Euro abgebaut und die Kassenkredite mit Höchststand von 31,5 Millionen Euro vollständig getilgt worden seien.

N Der FDP-Ortsverbandsvorsitzende Norbert Fleischer beklagte den letzten 20 Jahren entstandenen Investitionsstau in der Infrastruktur. Foto: Ralf Steinhorst

In ihrer Rede erinnerte sich Yvonne Gebauer an ihren Besuch als Ministerin am Städtischen Gymnasium im Jahr 2018. Als FDP kämpfe man immer um die weltbeste Bildung und dafür habe sie sich als Ministerin immer eingesetzt. Beispielhaft dafür stehe, das Förderschulsterben zu beenden: „Die Kinder, Eltern und Lehrer haben es uns gedankt.“ Gleichwohl sei es ihr wichtig, die Inklusion weiter intensiv im Blick zu haben. Auch das Fach Wirtschaft sei in allen Schulen etabliert worden.

„Bis Corona lief alles gut, dann standen wir in Abhängigkeit anderer Ministerien – Entscheidungen mussten in Echtzeit getroffen werden“, erinnerte sie an Kommunikationsfehler in ihrem Ministerium. Ihre Mitarbeiter hätten Tag und Nacht gearbeitet und dabei seien auch Fehler passiert. Trotzdem stellte sie sich vor sie: „Das nehme ich auf meine Kappe, wir haben aber trotzdem viel erreicht.“

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