Elisabeth-Tombrock-Haus

Gedenken an die Verstorbenen

Ahlen

Das Coronavirus hat auch im Seniorenheim Elisabeth-Tombrock-Haus für viel Leid gesorgt. Am Montag fand deswegen ein Gedenkgottesdienst statt.

Peter Schniederjürgen

Mitarbeitende, Bewohnerinnen und Bewohner gedachten der Opfer der Corona-Pandemie im Elisabeth-Tombrock-Haus. Anne Troester (2.v.r.) sprach bewegende Worte. Foto: Peter Schniederjürgen

Zum gemeinsamen Gedenken an die Verstorbenen der Corona-Pandemie im Elisabeth-Tombrock-Haus trafen sich am Montagnachmittag Mitarbeitende, Seelsorger und Bewohnerinnen und Bewohner im Garten des Hauses. Leiterin Anne Troester begrüßte die Gottesdienstgäste. „Vielen Dank an unser Seelsorgerteam, dass sie für uns diesen Rahmen organisiert haben“, dankte Anne Troester. Sie blickte zurück auf den Coronaausbruch in dem Seniorenheim an der Kapellenstraße im Januar und Februar und erinnerte an die Verstorbenen.

Miteinander in Kontakt – trotz Abstand

„Unser Haus wurde im Jahr 2020 vom Coronaeinbruch verschont, dennoch gab es viele Einschränkungen wie Besuchsverbote und Quarantäne“, sagte sie. Trotz dieser Erschwernisse habe das Team den Bewohnern die Situation gut zu erklären gewusst. „Wir entwickelten ein Konzept: Miteinander in Kontakt – trotz Abstand.“ Darin warben die Mitarbeitenden bei den Angehörigen für Postkarten, Briefe oder Päckchen, Enkelkinder wurden gebeten, etwas zu malen oder zu basteln. Es seien Tablets angeschafft worden, um Bewohnern und Angehörigen zumindest den digitalen Besuch zu ermöglichen.

Endlich hätten die ersten Impfungen am 8. Januar angestanden. „Leider kam am Tag vorher das Coronavirus bei uns im Wohnbereich sechs auf“, berichtete Anne Troester. Es sei für das Haus die schlimmste Zeit der Krise gewesen. Aus dem Wohnbereich wurde die Quarantänestation. Kein Bewohner durfte das Zimmer verlassen. Die gemeinsamen Mahlzeiten entfielen. Mitarbeitende mussten sich in Schutzkleidung hüllen. „Kolleginnen und Kollegen aus allen Wohnbereichen ersetzten die erkrankten Kollegen und haben ihr Bestes getan“, hob Anne Troester hervor.

Alle haben ihr Bestes getan

Sie berichtete schließlich eindrucksvoll von den Problemen, die Menschen unter Coronabedingungen zu versorgen. Einigen sei es sehr schlecht gegangen und mehrere Bewohnerinnen und Bewohner seien in der Folge gestorben.

Anne Troester: „Das gesamte Team hat diese Herausforderungen angenommen – jeder an seinem Platz, und mit ganzen Können und Empfinden.“

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