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Ahlener sendeten Grüße nach Dänemark

Gedenken auf Düppeler Schanzen ohne Besucher

Ahlen / Sonderburg

Bedrückte Stimmung herrscht in der Regel, wenn auf den Düppeler Schanzen an die Kriegshandlungen zwischen Deutschen und Dänen erinnert wird. Doch in diesem Jahr war es dort besonders still, denn coronabedingt fand das Gedenken ohne Besucher statt.

Christian Wolff

Nur zehn Personen in gebührendem Abstand durften am Samstag an der abgespeckten Gedenkveranstaltung auf den Düppeler Schanzen teilnehmen. Die Ahlener sendeten beste Grüße. Foto: Rasmussen

Unter normalen Umständen hätte das strahlende Wetter viele Hundert Menschen auf die Düppeler Schanzen gelockt. Doch am denkwürdigen Datum des 18. April blieb es diesmal dort ruhig.

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte fand die Gedenkfeier auf dem einstigen Schlachtfeld des Deutsch-Dänischen Krieges von 1864 am Samstag ohne Besucher, geradezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit, statt. Kränze wurden dennoch niedergelegt.

Nur zehn Personen waren vor Ort

„Wir durften nur mit zehn Personen und in gebührendem Abstand vor Ort sein“, sagte Jens Peter Rasmussen, Mitorganisator der Heimwehr. Das eigentlich geplante Jubiläumsfest zur 100-jährigen Wiederkehr der Grenzziehung zwischen Deutschland und Dänemark wurde wegen der Corona-Pandemie gänzlich abgesagt. Die Tische in der Sportschule, wo zur Mittagsstunde eine Zusammenkunft aller Beteiligung mit Reden und Musik über die Bühne gehen sollte, blieben leer.

Freundeskreis hofft auf Wiedersehen im Jahr 2021

Auch die Fahrt der deutschen Delegation aus Ahlen mit Zivilisten und Soldaten aus der „Westfalen-Kaserne“ konnte aus diesem Grund nicht stattfinden. Schon vor einem Monat, als die Grenzen abgeriegelt wurden, hatten sich jegliche Hoffnungen auf beiden Seiten zerschlagen (wir berichteten). Im beiderseitigen Verständnis, die Gesundheit aller schützen zu wollen und mit dem Versprechen, in naher Zukunft die Versöhnungsarbeit wieder aufzunehmen, verblieben Deutsche und Dänen.

Thomas Kras, Vorsitzender des Freundeskreises Ahlener Soldaten, schickte am Freitag beste Grüße nach Dänemark. „Ich hoffe, dass wir 2021 wieder in gewohnter Stärke vor Ort sind.“ Rasmussen bedankte sich bereits am Samstagabend herzlich.

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