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Zweites Gebäude der ehemaligen Mammutschule mit WLAN ausgerüstet

Geflüchtete halten Kontakt in die Heimat

Ahlen

Für die geflüchteten Menschen in der ehemaligen Mammutschule ist WLAN wichtig, um mit der Heimat in Kontakt zu bleiben. Nun wurde die digitale Infrastruktur dank des Rotary-Clubs und der Firma „IT4you“ ausgebaut.

Von Peter Schniederjürgen

Eric Fellmann, Dr. Herbert Bleicher, Friedrich Reckermann, Dr. Alexander Berger und Ilker Balicioglu (v.l.) freuen sich über das stabile WLAN in den alten Schulgebäuden Foto: Peter Schniederjürgen

Mobiltelefon oder Tablet sind für viele der Flüchtlinge aus der Ukraine in der ehemaligen Mammutschule die einzige Möglichkeit, Kontakte in die Heimat zu halten. Was bisher nur für eines der beiden ehemaligen Schulgebäude galt, ist jetzt in beiden vorhanden: stabiles und leistungsfähiges WLAN.

„Dank des Rotary-Clubs Ahlen und der Firma ,IT4you‘ können wir jetzt die ganze Bandbreite der digitalen Versorgung anbieten“, erklärt Bürgermeister Dr. Alexander Berger bei einem Pressetermin. Wie schon im Frühjahr beschafften die Rotarier die Hardware und „IT4you“ richtete das System ein. „Beim ersten Mal haben wir unseren Azubi Ali Almousa, selbst ein Flüchtling aus Syrien, unterstützt“, sagt Eric Fellmann, Chef der IT-Firma. Diesmal habe es der Azubi Almousa im Alleingang geschafft, wie Eric Fellmann stolz berichtet.

Besonders erfreulich ist, dass die schulpflichtigen Kinder Unterricht erhalten. Und zwar von zu Hause. Das ermöglicht die gute Internetverbindung. „Die Schüler werden in ihrer Muttersprache unterrichtet, ein Stückchen Heimat“, findet Einrichtungsleiter Ilker Balicioglu vom Arbeiter Samariter-Bund, der das Lager unterhält.

Überlebenswichtige Verbindung

Eric Fellmann und der Serviceclub freuen sich über die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Arbeiter-Samariter-Bund. Das Lob wiederum freut den Bürgermeister. „Die Kollegen hier kennen die alten Schulgebäude in- und auswendig, das ist bei solchen Aktionen extrem hilfreich“, sagt er.

„Durch die sehr einfach gehaltenen Zugänge ist es allen unseren Gästen nun wieder möglich, Kontakt in die Heimat aufzubauen“, erklärt Dr. Herbert Bleicher, Präsident der Ahlener Rotarier. Diese Verbindung sei für die Menschen beinahe überlebenswichtig. „Viele hier haben Angehörige drüben, da ist es sicher unerträglich, nicht zu wissen, was dort passiert“, überlegt Friedrich Reckermann, Mitglied des Serviceclubs.

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