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Spende ans Mammut-Tierheim

Gemeinsamer Appell für aktiven Tierschutz

Vorhelm/Sendenhorst

Eine Spende ist dem Mammut-Tierheim immer willkommen. Als Tierärztin Dr. Tanja Pollmüller jetzt dort vorbeikam, ging es aber auch noch um ein anderes ernstes Anliegen.

Von Peter Schniederjürgen

Ilona Habla, Dr. Tanja Pollmüller und Christiane Schäfer (v.l.) setzen sich aktiv für Tierschutz ein. Foto: Peter Schniederjürgen

Der Sturm am Samstag hat auch im Mammut-Tierheim seine Spur hinterlassen. „Das Dach des alten Hundehauses ist ziemlich beschädigt worden“, bedauert die Vorsitzende des Tierschutzvereins Christiane Schäfer. Da kommt die Spende von Dr. Tanja Pollmüller sehr gelegen. Die Tierärztin hatte 700 Euro mitgebracht und weitere 300 für die Wildtierauffangstation von Ilona Habla in Sendenhorst.

Doch das ist nur ein Aspekt des Treffens der Tierschützerinnen am Samstag. „Vor allem geht es uns um die Kastration von Hunden und Katzen“, hebt Dr. Tanja Pollmüller hervor. Die Frauen wollen einer besonders unter Tierhaltern verbreiteten Ansicht entgegentreten: „Wir hören immer wieder, dass die Tiere einmal oder – schlimmer noch – öfter Junge bekommen sollen, um sich wohlzufühlen“, berichtet Christiane Schäfer.

Züchten den Profis überlassen

Tatsächlich kämen Tierhalterinnen und Tierhalter, besonders Katzenhalter ins Tierheim, um sich einen Kater zum Decken der Katzen anzusehen. „Überlassen Sie das Züchten den Profis“, mahnt Christiane Schäfer und stimmt damit mit Tanja Pollmüller überein. Privatzuchten und der oft daraus resultierende Handel mit den Tieren auf Internetbörsen seien alles andere als tierfreundlich. Es handele sich um ein immer weiter um sich greifendes Phänomen, das nicht selten das ohne Fachkenntnis erworbene Tier letztlich wieder ins Tierheim bringe.

„Lassen Sie Ihr frei laufendes Haustier kastrieren, es ist unbedingt ein Beitrag zum Tierschutz“, ergänzt Ilona Habla. Zwar ist sie mehr für Wildtiere aktiv, doch als Tierfreundin setzt auch sie sich vehement für die Kastrationspflicht bei „Freigängern“ ein.

Gut vernetzte Wildtierstation

Ilona Habla hat ihre ehrenamtlich betriebene Wildtierstation auf Tauben und Igel ausgerichtet. „Wir sind mit Stationen für andere Arten gut vernetzt“, betont die Tierheilpraktikerin. In ihrer Station sei sie aber sehr wohl in der Lage, auch anderen Arten die Erstversorgung zukommen zu lassen. „Danach ist die Übergabe an die speziell ausgerichtete Station meist kein Problem.“

Die drei Frauen empfehlen, sich vor der Anschaffung eines Haustieres die nötigen Informationen zu beschaffen. „Eine erste Möglichkeit besteht darin, sich unsere gemeinsamen Podcastfolgen dazu anzuhören“, schlägt Tanja Pollmüller vor. Die sind unter „Doc Pollys Tiersprechstunde“ überall da abrufbar, wo es Podcasts gibt. Folge 30 beschäftigt sich mit dem Umgang mit verletzten Wildtieren, Folge 28 mit der Vermittlung durch ein Tierheim. „Wir bitten inständig darum, keine privaten Zuchten anzustreben. Das zu unterlassen ist aktiver Tierschutz“, fordern die drei Tierfreundinnen gemeinsam.

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