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Überraschung auf Hof Huxel

Gescheckte Lämmchen zu Ostern

Ahlen

Mutterglück passend zum Fest auf dem Ahlener Hof Huxel. Blacky hat zwei Lämmchen geboren. Und die sind gescheckt.

Angelika Knöpker

Christa und Heinz Huxel sind stolz auf den Nachwuchs, der auf dem Bild gerade einmal einige Stunden jung ist. Foto: Angelika Knöpker

Schwarze Schafe gibt es genug. Auch die Familie Huxel hat eines. Aber es ist weder eines der fünf Kinder oder sieben Enkel, es ist Mutterschaf Blacky, das pünktlich zum Osterfest gelammt hat. Neben dem schwarzen Schaf sind auch ein braunes und ein weißes vor kurzem Tiermütter geworden.

Christa Huxel ist ganz glücklich über den Nachwuchs. Seit Jahren wünscht sie sich gescheckte Lämmchen, passend zu dem irischen Tinker-Pony, das neben zwei weiteren Kleinpferden zum gepflegten Bauernhof in Rosendahl gehört. Nicht zu vergessen die beiden Leonberger Hunde Lilo und Dora sowie Enten und Gänse. Bei Ausflügen mit dem Förderverein für Flüchtlinge nach Olderdissen hatte sich bei der Vize-Vorsitzenden diese Vorliebe für Schafe noch verstärkt, denn hier weiden Berg- und Jakobsschafe.

Christa Huxels Mann Heinz hat alles getan, um seiner Frau den großen Wunsch zu erfüllen. „Alle drei Mutterschafe hatten das Gen ,scheckig‘ in sich“, doch erst jetzt – nach fünf Jahren – hat es sich durchsetzen können“, freut sich der Diplom-Ingenieur über den ganz großen Wurf.

Die gescheckten Lämmer bewegen sich nach 14 Tagen schon sicher auf ihren Beinchen. Foto: Angelika Knöpker

Die Geburten der sechs Lämmer von drei Schafen erfolgten unkompliziert, zwei sogar bei Frosttemperaturen in einem Unterstand auf der Weide. Einige Stunden haben die Mutterschafe mit ihren Jungen im Freien verbracht, um sich zu „prägen“, dann wurden sie in getrennte Boxen in den Stall gebracht.

„Es hat alles gut geklappt“, ist Christa Huxel froh, keines der Lämmchen mit der Flasche aufziehen zu müssen, wie es in früheren Jahren schon oft der Fall gewesen ist. Einige Tage verbringen die Mutterschafe mit ihren Jungen im Stall, dann geht es nach draußen auf die Weide in die Sonne. Die Tiermütter bekommen Heu und geschrotete Gerste als Kraftfutter, die Kleinen genießen das Nuckeln nach Milch.

Christa Huxel

Die weiblichen Lämmer dürfen das Leben auf dem tierfreundlichen Hof Huxel mit der Familie genießen, die Böcke werden im Alter von acht Monaten geschlachtet, weil sie schnell aggressiv werden. Und so gibt es jedes Jahr zu Ostern, vorausgesetzt der Nachwuchs ist da, leckere Lammgerichte. „Ich bereite das Fleisch gerne zu, aber essen kann ich es nicht“, sagt die Tierfreundin, „schon gar nicht, wenn ich sie mit der Flasche aufgezogen habe.“ Mit ihrem Mann Heinz organisiert die Förderschullehrerin im Ruhestand seit 20 Jahren ein Osterfeuer im Kreis von Nachbarn, Freunden und Bekannten. Das Paar hatte sich auch von neuen Bestimmungen nicht unterkriegen lassen und den „Verein zur Erhaltung des österlichen Brauches zum Abbrennen eines Osterfeuers in der Bauerschaft Rosendahl“ gegründet. Da musste auch die Rechtsabteilung der Stadt kapitulieren. Doch in diesem Jahr fällt die beliebte Veranstaltung aus. Und wieder sind neue Bestimmungen schuld: die Sicherheitsmaßnahmen wegen Corona.

Ein Herz und eine Seele sind Pony Mary und die zwölfjährige Huxel-Enkelin Frieda. Gemeinsam mit ihrer Mutter Kathrin versorgt Frieda die große Tierfamilie auf dem Hof. Foto: Angelika Knöpker
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