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Städtisches Gymnasium ist nun „Humanitäre Schule“

Gesellschaft menschlicher gestalten

Ahlen/Münster

Aktiv und kritisch haben sich die Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums mit den Themen Menschlichkeit und humanitäres Völkerrecht auseinandergesetzt, ein Planspiel durchgeführt und ein Projekt für den guten Zweck umgesetzt. Dafür wurden sie nun ausgezeichnet.

Die Vertreter des Städtischen Gymnasiums freuten sich über das Zertifikat „Humanitäre Schule“ (v.l.): DRK-Vizepräsidentin Nilgün Özel, Dominik Gerwens, Marco Eibrink, Zeyneb Erboga, Meinolf Thiemann und Jugendrotkreuz-Landesleiter Sören Wiebusch. Foto: Städtisches Gymnasium

Das Städtische Gymnasium wurde zusammen mit 21 weiteren Schulen aus Westfalen-Lippe in einer Feierstunde im DRK-Tagungshotel Dunant in Münster als „Humanitäre Schule“ ausgezeichnet. Bei der Zertifizierungsfeier des Jugendrotkreuzes Westfalen-Lippe hob NRW-Landtagspräsident André Kuper hervor, soziales wie politisches Engagement junger Menschen helfe mit, die Gesellschaft menschlicher zu gestalten.

Im fünften Jahr der Kampagne „Humanitäre Schule“ haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während des Schuljahrs 2020/2021 aktiv und kritisch mit den Themen Menschlichkeit und humanitäres Völkerrecht auseinandergesetzt. Zuvor hatte das Jugendrotkreuz 72 Schüler und Schülerinnen der beteiligten Schulen zu „Humanitären Scouts“ ausgebildet, so das Städtische Gymnasium in einer Pressemitteilung. Dabei wurden ihnen die Grundlagen vermittelt, selbstständig ein humanitäres Planspiel an ihren Schulen durchzuführen und damit ein eigenständig erdachtes Projekt für den guten Zweck umzusetzen.

Planspiel stieß auf positive Resonanz

Am Städtischen Gymnasium wurde dazu im Oktober ein Planspiel durchgeführt. Mit Zeyneb Erboga, Marco Eibrink und Mahmood Islam haben drei Schüler und Schülerinnen aus der jetzigen Qualifikationsphase 1 (Q 1) die Leitung übernommen. Sie hatten zuvor an der Fortbildung für das Planspiel teilgenommen. Als Mitspieler waren drei Kurse der Jahrgangsstufe Q1, zwei Sowi-Grundkurse und der Leistungskurs Geschichte mit einbezogen. Unterstützung erhielten sie organisatorisch und inhaltlich durch ihre Lehrer Katharina Braukmann, Vanessa Hoellen und Dominik Gerwens. „Das Spiel ist innerhalb der Q1 auf eine sehr positive Resonanz gestoßen“, berichtete Schulleiter Meinolf Thiemann. Dies ließ sich sowohl am Feedback für das Leitungsteam als auch in der Evaluationsrunde ablesen, in der einzelne Entscheidungen der jeweiligen Teams diskutiert wurden, aber auch ein Austausch auf höherer Ebene über die Durchführung und Planung stattgefunden hat.

Auch ein von Mareike Schulze Elfringhoff in der Jahrgangsstufe 6 durchgeführtes humanitäres Projekt wurde in der Veranstaltung vorgestellt. Sie hatte unmittelbar vor dem zweiten Lockdown in der letzten Schulwoche im Dezember ihre Unterrichtszeit dafür verwendet, mit den Schülern und Schülerinnen der Klasse Weihnachtsschmuck zu basteln und diesen den Einwohnern des nah gelegenen Elisabeth-Tombrock-Haus zu übergeben. Neben dem Hauptziel, den älteren Menschen in Zeiten der sozialen Isolation und angstbestimmten Atmosphäre der Pandemiezeit eine Freude zu bereiten, diente das Projekt auch der Förderung der Empathiefähigkeit.

Berührende Erlebnisse

„Entstanden sind vielfältige Formen des Engagements“, lobte Dr. Fritz Baur, Präsident des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe. „Der Einsatz für andere Menschen und für eine gute Sache sind ein drängendes Thema. Er kommt nicht nur denjenigen zugute, für die wir uns einsetzen,“ führte er aus. Humanitäres Engagement bereichere auch die, die sich einsetzen, die Zeit und Mühe investieren. „Belohnt werden sie durch berührende Erlebnisse, bleibende Erinnerungen und Erfolgsgeschichten“, führte Baur aus.

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