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Keine Planungssicherheit

Gourmetmarkt erneut abgesagt

Ahlen

Wundern tut es wohl niemanden, schade ist es dennoch: Auch Pfingsten 2021 gibt es keine Schlemmermeile am Werseufer.

Peter Harke

Gerne hätten Stadthallen-Chef Andreas Bockholt und seine Kollegen die Feinschmecker an Pfingsten wieder kulinarisch verwöhnt. Doch Corona zwingt erneut zur Absage des Gourmetmarkts. Foto: Peter Harke

Im Prinzip, sagt An­dreas Bockholt, würde auch eine kurze Meldung reichen. Denn die unfrohe Botschaft, die er zu verkünden hat, lautet schlicht: Der „Ahlener Gourmetmarkt“ wird auch in diesem Jahr ausfallen, wie schon 2020. Aber der Stadthallen-Chef möchte dann doch mit ein paar Sätzen erklären, was seine Mitstreiter und ihn bewogen hat, das Schlemmerfestival am Werseufer schon zu diesem frühen Zeitpunkt erneut abzusagen – „schweren Herzens“, wie er gegenüber unserer Zeitung betont.

Eine solche Veranstaltung, so Bockholt, bedürfe natürlich eines längeren organisatorischen Vorlaufs. Verträge mit Zeltverleih und Sicherheitsdienst müssten abgeschlossen, Waren- und Personaleinsatz disponiert werden. Die dafür erforderliche Planungssicherheit sei vor dem Hintergrund der andauernden Corona-Pandemie einfach nicht gegeben. Niemand könne heute seriös vorhersagen, wie lange die Gastronomie noch im Lockdown bleibe und ob bis Pfingsten das Verbot von Festen aller Art wieder aufgehoben werde.

Plan B verworfen

Verworfen haben die Wirte darum auch den zwischenzeitlich diskutierten „Plan B“, den Gourmetmarkt statt am Bruno-Wagler-Weg auf dem Stadthallen-Parkplatz durchzuführen, ähnlich wie bei ei­nem „Pop-up-Freizeitpark“ mit Zugangsbeschränkung und Kontaktnachverfolgbarkeit.„Jeder Betrieb hätte seine eigene Nische bespielen können“, skizziert Bockholt die Idee. Schwer umsetzbar wären die Abstandsregeln jedoch an den Getränkeständen gewesen. Und wenn zeitgleich nur 250 bis maximal 300 Gäste eingelassen werden dürften, sei das Ganze im Grunde auch nicht wirtschaftlich. Ergo habe man davon wieder Abstand genommen und gemeinsam entschieden, den Gourmetmarkt – es wäre der 19. in dieser Form gewesen – komplett zu canceln. „Wir haben uns das nicht leicht gemacht, weil da von allen Beteiligten viel Herzblut dranhängt“, versichert Bockholt. Es tut ihm leid, die Feinschmecker abermals vertrösten zu müssen, in der Hoffnung, dass im nächsten Jahr zu Füßen des Rathauses die Herdplatten wieder glühen und die Gaumen gestreichelt werden können.

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