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Straßen zeitweise gesperrt

Großeinsatz: Holzkohle auf dem Herd

Ahlen

Ein Ahlener hat am Mittwochnachmittag einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei ausgelöst. Ein Sprecher nannte es „Eigengefährdungslage“. Nach ersten Erkenntnissen hatte der Mann Holzkohle auf seinem Herd platziert.

Von Christian Wolff

Der Bereich rund um das Mehrfamilienhaus an der Emanuel-von-Ketteler-Straße wurde von der Polizei abgesperrt. Foto: privat

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften musste am Mittwochnachmittag zur Emanuel-von-Ketteler-Straße ausrücken. Ursache dafür war ein Ahlener, der in einem Mehrfamilienhaus Feuer gelegt hatte. Zeitweise musste davon ausgegangen werden, dass er in lebensmüder Absicht auch den Gashahn aufgedreht hatte. Die Feuerwehr-Leitstelle erhielt gegen 16.50 einen Notruf, in dem sie über eine sogenannte Eigengefährdungslage informiert wurde. Nachdem die Gaszufuhr durch die Stadtwerke für das Haus abgeriegelt worden war, verschafften sich Polizei und Feuerwehr Zutritt zu der Wohnung und stellten fest, dass der Bewohner Holzkohle auf seinem Herd platziert hatte – offenbar, um sich durch eine Rauchgasvergiftung zu suizidieren. Der Anwohner wurde von den Rettungskräften in Begleitung der Polizei in ein Krankenhaus transportiert. In der Wohnung wurde ein erhöhter CO-Gehalt festgestellt; sie wurde gelüftet. In den anliegenden Wohnungen wurden ebenfalls Messungen vorgenommen so dass die Anwohner, die zuvor evakuiert worden waren, schnellstmöglich zurückkehren konnten. 30 Einsatzkräfte der Hauptwache Ahlen waren mit Rettungswagen, Notarzt und Löschfahrzeugen vor Ort, daneben 17 Polizisten und zwei Kriminalbeamte sowie die Stadtwerke mit drei Fahrzeugen. Die Wehr wurde kurzzeitig von den Kräften des Löschzugs Vorhelm für den Erhalt des Grundschutzes besetzt.

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