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Antrag zur Ratssitzung

Grüne für Böllerverbot

Ahlen

Ein generelles Böllerverbot zu Silvester im gesamten Stadtgebiet soll größere Gruppenbildungen vermeiden.

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Solche Bilder soll es nach dem Willen der Grünen zum bevorstehenden Jahreswechsel in Ahlen nicht geben. Foto: Reinhard Baldauf

Während die städtische Ordnungsbehörde noch überlegt, an welchen Orten in Ahlen sie an Silvester ein Startverbot für Raketen erlassen soll, geht die Ratsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen schon ei­nen Schritt weiter. Ihre Forderung: Im Rahmen ei­ner Allgemeinverfügung soll das Abbrennen von Feuerwerk zum Jahreswechsel 2020/21 im gesamten Stadtgebiet untersagt werden.

Nach der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW sind lediglich „öffentlich veranstaltete Feu­erwerke“ verboten. Darüber hinaus ist es in das Ermessen der örtlichen Behörden gestellt, die Verwendung von Pyrotechnik „auf näher zu bestimmenden Plätzen und Straßen“ zu untersagen, um „größere Gruppenbildungen“ zu verhindern.

Petra Pähler-Paul

Den Ahlener Grünen reicht das nicht. In einem Antrag zur heutigen Ratssitzung verweisen sie auf die nach wie vor hohen Corona-Infektionszahlen, die „weitergehende Maßnahmen“ erforderlich machten. Die Fraktionsvorsitzende Petra Päh­ler-Paul führt aus: „Das Abbrennen von Feuerwerk auch im privaten Bereich ist geeignet, das Infektionsgeschehen weiter zu befördern. Es ist nicht zu kontrollieren, ob die Corona- Schutzbedingungen in kleineren Gruppen von Nachbarn, Freunden und Familien eingehalten werden.“ Darum sei „nur ein generelles Verbot sinnvoll“, um die Ausbreitung des Coronavirus nicht noch weiter zu begünstigen. Außerdem komme es durch das Abbrennen von Feuerwerk in jedem Jahr zu zahlreichen Verletzungen. Eine weitere Belastung der Krankenhäuser, die pandemiebedingt unter großem Druck stünden, sei „unbedingt zu vermeiden“.

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