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Ehemaliger Weltklassezehnkämpfer Frank Buseman in Ahlen

Handball immer mehr inklusiv

Ahlen

Über diesen Besuch freuten sich Bernhard Recker und Henner Lammers ganz besonders: Frank Busemann, früherer Weltklasse-Zehnkämpfer, war zu Gast im Handballleistungszentrum.

Von Dierk Hartlebund

Frank Busemann (4.v.r.) war bei seinem Besuch im Handball-Leistungszentrum ein gefragter Gesprächspartner. Sein Kommen als Botschafter der „Special Olympics“ bedeutete auch für die Projektleiter Henner Lammers (2.v.r.) und Bernhard Recker (4.v.l.) eine besondere Wertschätzung. Foto: Dierk Hartleb

So prominenten Besuch wie Frank Busemann gibt es im Handball-Leistungszentrum Ahlen (HLZ) nicht alle Tage. Der ehemalige Weltklasse-Zehnkämpfer, der bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta die Silbermedaille gewann, war am Dienstag in seiner Eigenschaft als offizieller Botschafter der „Special Olympics“ zu Gast, um sich über das Projekt „Handball wird inklusiv“ zu informieren, das die Handballer von der Ahlener Sportgemeinschaft (ASG) und die Freckenhorster Werkstätten gemeinsam angeschoben haben.

In der Friedrich-Ebert-Halle wartete bereits ein Filmteam, das der Landessportbund (LSB) engagiert hatte, um einen Imagefilm zu drehen. Das Ahlener Projekt ist nämlich passgenau angelegt für den Landesaktionsplan „Sport und Inklusion NRW“, das Nils Grunau als Referent betreut. „Ahlen ist die fünfte von zehn Stationen im Land“, stellte Grunau fest.

Akteure vor der Kamera

Das kleine Team von „Kreativfilm“ aus Meerbusch, das auf Image- und Werbefilme spezialisiert ist, holte nach und nach die verschiedenen Akteure vor die Kamera, Spielerinnen und Spieler, Bernhard Recker für die Handballabteilung, Henner Lammers als Geschäftsführer der Freckenhorster Werkstätten und eben Frank Busemann in seiner Funktion als Botschafter für den inklusiven Sport.

Der gebürtige Recklinghäuser, Jahrgang 1975, kennt Ahlen noch aus Kindertagen. „Ich war früher ein, zweimal bei der Mammutiade in Ahlen“, erinnerte er sich. Nach seinem Statement vor der Kamera reichte die Zeit nur noch für einen kurzen Smalltalk. Über das Ahlener Projekt ist er voll des Lobes.

„Wir drehen nur kurze Clips für die sozialen Medien“, erklärte Carsten Rusch, Geschäftsführer von „Kreativfilm“, im Hinblick auf die künftige Verwendung. Neben den Clips ist noch ein Zusammenschnitt mit allen zehn Stationen geplant. Dabei werden dann auch andere Mannschafts- und Individualsportarten wie Schwimmen, Skateboarden, Leichtathletik oder Klettern in Szene gesetzt.

Ende 2022 muss alles fertig sein

Auf einen Termin für die Fertigstellung der Imagefilme wollte sich Nils Grunau noch nicht festlegen. Ende 2022 muss alles in trockenen Tüchern sein.

Coronabedingt konnte das Gemeinschaftsprojekt von ASG und Freckenhorster Werkstätten erst im September starten. Seitdem wird regelmäßig samstags trainiert. „Dann sind wir meistens ein Dutzend Spieler“, berichtet Sven. Er geht wie Isabelle im Handball voll auf. Ziel ist, dass alle miteinander spielen.

„Die Bereitschaft ist bei unseren Mannschaften seht groß“, bestätigt Bernhard Recker, Ehrenvorsitzender der Handballabteilung, der sich mit Henner Lammers die Projektleitung teilt. Noch ist Inklusion im Handball eher die Ausnahme. Bislang gibt es in Essen ein solches Projekt, wo sogar im normalen Ligabetrieb gespielt wird.

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