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Jahreshauptversammlung mit Ehrungen im Haus Quante

Hegering: Viel Lob für Naturschutz per Drohne

Ahlen

Bilanz zogen die Mitglieder und Obleute des Hegerings Ahlen jetzt bei ihrer Jahreshauptversammlung. Daneben wurden Prämierungen vorgenommen und weitere Aktivitäten besprochen.

Von Christian Wolff

Schießobmann Theo Sudhoff mit den Prämierten bzw. deren Stellvertretern: Hubertus Ruhmann, Volker Röer, Patrick Sunderkemper (zugleich Vorsitzender des Hegerings Ahlen, Bernhard Bisterfeld und Stefanie Renvert (v.l.). Foto: Christian Wolff

Der Hegering ist neben aller Tradition auch auf modernen Pfaden unterwegs. Auf Luftwegen, um genau zu sein, denn das Drohnenprojekt zur Wildrettung vor Ernteeinsätzen (wir berichteten) stieß am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Quante auf viel Lob und Applaus.

„Ich bin sehr stolz darauf“, versicherte Vorsitzender Patrick Sunderkemper. „Wir haben in den vergangenen Jahren stark mit der Pandemie zu kämpfen gehabt.“ Viele Gesellschaftsjagden seien ausgefallen und das, was möglich war, sei meist im Stillen erfolgt. Umso glücklicher sei er, dass der Nachwuchs in den heimischen Kindergärten vom aktuellen Bücherprojekt profitiere und vor gut zwei Wochen ein Jägertag mit sehr guter Teilnahme absolviert werden konnte. „Zunächst richteten wir die Meisterschaft bei Koch im Linnenfeld aus, abends ging es dann auf den Hof Rose“, blickte er zurück.

In einer Schweigeminute erinnerte Sunderkemper an die Verstorbenen Bernd Rehmann und Dr. Walter Mentrup. Nach dem Kassenbericht, vorgetragen durch Jens Degen, beantragte Kassenprüferin Sarah Kulke die Entlastung des Vorstands, die einstimmig erteilt wurde.

Ein Grußwort im Namen der Kreisjägerschaft sprach bei der Jahreshauptversammlung Richard Hoberg. Foto: Christian Wolff

Im Namen der Kreisjägerschaft hielt Richard Hoberg ein Grußwort, in dem er betonte, dass die durch Corona forcierte Sorge vor Austritten unbegründet gewesen sei, und lobte die Jäger: „Es wird auch im Kreis deutlich wahrgenommen, dass der Hegering Ahlen eine gute Schießmannschaft hat.“ Im Namen der Kreispolizeibehörde hielt Uwe Drenske, Leiter des Sachgebiets Waffenrecht, einen Vortrag zu den aktuellen Bestimmungen zur Aufbewahrung.

Gehörne ausgezeichnet

Unter den Schlagwörtern „kurz und modern“ zogen die Obleute Thomas Stratmann (Öffentlichkeitsarbeit) und Malte Wolter (Hundewesen) Bilanz. Naturgemäß etwas ausführlicher fiel der Beitrag von Schießobmann Theo Sudhoff aus, da er zahlreiche Ergebnisse auf seiner Liste hatte. Allein bei der Kreismeisterschaft haben 15 Ahlener teilgenommen. Bei der Mannschaftswertung erreichte das Team Ahlen 1 mit Michaela Schulze Eckel, Patrick Sunderkemper, Thorsten Heitmann, Max Höcke und Horst Schenkel 1237 Punkte. Sie landeten damit vor Ahlen 2 und dem Team aus Sendenhorst-Enniger-Vorhelm. Auch die obligatorische Gehörnauszeichnung der Rehwildkommission trug Theo Sudhoff vor. „Leider schafften es nur zwölf von 34 Revieren, eine Trophäe zur Bewertung vorzulegen“, bedauerte er. „Ob die Beteiligten hier einer Neiddebatte aus dem Weg gehen möchten oder einen Fehlabschuss lieber daheim lassen, ist uns egal. Inzwischen liegen uns nur noch 25 Prozent des tatsächlich durchgeführten Abschusses aus zwei Jahren vor.“ Bewertet wurden 47 Trophäen, die sich wie folgt zusammensetzen: 20 Jährlinge (42,6 Prozent), acht Zweijährige (17 Prozent), zwölf Dreijährige (25,5 Prozent), vier Vierjährige (8,5 Prozent) und drei ältere Tiere (6,4 Prozent). In einer Abfrage des Stimmungsbilds sprachen sich die Anwesenden mit Mehrheit dafür aus, den bewährten Rahmen der Auswertung und Verkündung beizubehalten, auch wenn die Beteiligung nachgelassen hat.

Sudhoff verkündete ebenso die Empfänger der Hegemedaille. Bronze geht an das Revier 1/33 Guissen und Erleger Christian Roßbach. „Die Entscheidung zwischen der Gold- und Silbermedaille fiel letztlich aufgrund des höher geschätzten Alters“, erklärte der Referent. Silber erhält somit das Revier 1/22 Borbein 1 mit Erleger Patrick Sunderkemper während Gold ins Revier 1/20 Halene 1 mit Erleger Volker Röer geht. Die Coronamedaille geht an das Revier Rosendahl-Süd mit Erleger Hendrik Renvert.

„Morgenstund hat Gold im Mund“

Als Obmann für Naturschutz fasste Matthias Stratmann zum Ende der Versammlung noch einmal zusammen, wie das Drohnenprojekt entstanden ist und wie es gelebt wird. „Morgenstund hat Gold im Mund“, meinte er zum frühen Start seines Teams an den Einsatztagen. „Alle Helfer sind motiviert, niemand möchte seine Spritkosten erstattet haben.“ Das sei ein Zeichen dafür, dass sie „voll dahinterstehen“.

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