Zur Grabkapelle Augustin Wibbelts

Heimatverein sanierte Wegweiser

Vorhelm

Genau 45 Jahre nach ihrer ersten Aufstellung hat der Heimatverein Vorhelm die hölzernen Wegweiser zur Wibbelt-Kapelle im Schäringer Feld gänzlich aufarbeiten lassen.

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1974 zum ersten Mal aufgestellt, hatte der Zahn der Zeit an den hölzernen Wegweisern zur Wibbelt-Kapelle genagt. Jetzt hat der Heimatverein die Schilder saniert. Foto: Martin Schneider

Genau 45 Jahre ist es her, dass der Heimatverein Vorhelm den Weg zur Grabkapelle des bekannten Priesters und Heimatdichters Augustin Wibbelt mit geschnitzen Wegweisern ausstattete. Der Zahn der Zeit hatte jedoch so sehr an Holz und Farbe genagt, dass eine aufwendige Sanierung nun unumgänglich war.

Herbert Leifker war es, der in Vorstandssitzungen immer wieder mit Nachdruck auf die Erneuerung gedrängt hatte. Der Vorsitzende Willi Wienker übertrug ihm schließlich die Federführung für das Projekt, das der Heimatverein aus eigener Kasse finanzierte. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Die Anfang der 1970er Jahre vom inzwischen verstorbenen Heimatfreund Johannes Schulze Everding entworfenen und vom Holzbildhauer Henkenjohann aus Ennigerloh geschnitzten acht Schilder erstrahlen seit wenigen Tagen in neuem Glanz. Sie sind bis auf ein Schild grunderneuert und wieder an ihren ursprünglichen Standorten aufgestellt worden. „Damals wurden die Schilder vom Freundeskreis der ,Dreizehner‘, allesamt Männer des Geburtsjahrgangs 1913 aus Vorhelm, aufgestellt“, erinnert sich Martin Schneider.

Die Eichenstämme, aus denen die Wegweiser vor vier Jahrzehnten erstellt wurden, stammten aus dem Wald des Erbdrosten in Vorhelm; bei Schütte und Hanskötter wurden sie zurechtgeschnitten und bei Henkenjohann in Ennigerloh mit Aufschrift und Darstellung der Kapelle versehen.

Bei der Erneuerung wurde das jeweilige Kapellenmotiv vom Vorhelmer Thomas Peter kunstvoll geschnitzt. Der Schriftzug „Wibbelt-Kapelle“ ist indes vom Schilder- und Gravurbetrieb Steinkamp sauber ausgefräst worden. Die Oberflächenbehandlung führte der Malerbetrieb Otto Drügemöller aus, getreu der ursprünglichen Farbgebung. Bei der Aufstellung der Schilder hat Landschaftsgärtner Rudolf Papenfort mitgewirkt.

Restauriert sind drei Schilder; neu angefertigt vier Schilder. Das Schild, welches nicht wieder aufgestellt wurde, stand seitlich vor dem Büro der Provinzial-Versicherung. Es zeigte in die Alte Straße. „Eine dortige Aufstellung wäre etwas irreführend, da man mittlerweile von der Alten Straße auch in die Siedlungen, unter anderem ,Im Loh‘ und ,Am Hellbach‘, gelangen kann“, so Schneider. Diese Siedlungen existierten bei der Erstaufstellung der Wegweise noch nicht in diesem Ausmaß. Ein Teil war noch Überschwemmungsgebiet des Hellbachs. Seit dem Flurbereinigungsverfahren zwischen 1960 und 1965 ist die Zuwegung zur Kapelle über eine neue Straße gegeben. Bis dahin war die von vielen externen Gästen besuchte Anlage nur durch den Privatgarten des Wibbelthofes zu erreichen.

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