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Ökumenisches Pfingstival auf dem Sidney-Hinds-Platz

Hoffnung auf einen baldigen Frieden

Ahlen

Gläubige aus verschiedenen christlichen Gemeinden versammelten sich zum ökumenischen Pfingstival. Bewusst wurde dieses Mal zum Thema „Unfrieden“ der Sidney-Hinds-Platz vor dem Bahnhof als Ort ausgewählt.

Von Ralf Steinhorst

Die über 250 Besucher des Pfingstivals ließen sich vom Heiligen Geist anstecken. Foto: Ralf Steinhorst

An einem für den Frieden symbolträchtigen Ort kamen am Pfingstmontag Gläubige aus verschiedenen christlichen Gemeinden zu ihrem traditionellen ökumenischen Pfingstival zusammen, um miteinander einen Gottesdienst zu feiern. Bewusst wurde dieses Mal zum Thema „Unfrieden“ der Sidney-Hinds-Platz vor dem Bahnhof ausgewählt.

Gut besuchter Gemeinschaftsgottesdienst

Die Evangelische Kirchengemeinde, die katholische Pfarre St. Bartholomäus, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde und die Griechisch-Orthodoxe Gemeinde hatten den sehr gut besuchten Gemeinschaftsgottesdienst vorbereitet, der sich wegen des Ukraine-Krieges mit dem Thema Frieden beschäftigte.

„Mit so viel Andrang hatte ich gar nicht gerechnet“, gab sich Pfarrer Markus Möhl als Teil der neu gegründeten ökumenischen Band, die noch ohne Namen ist, beim Einstudieren einiger Lieder mit den Gläubigen überrascht. Aber nicht nur die Band war neu, auch Pfarrer Benjamin Bartels von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde nahm erstmals am Pfingstival teil und wurde mit Applaus begrüßt.

In Bezug auf den Ukrainekrieg hoffte der katholische Pfarrer Willi Stroband, dass dieser bald vorbei sein möge: „Deshalb sind wir hier auf dem Sindney-Hinds-Platz.“ Zum besseren Verständnis skizzierte er die Geschehnisse vom 31. März 1945 nach, als Ahlen durch das Handeln des amerikanischen Obersts Sidney Hinds und des deutschen Oberfeldarztes Dr. Paul Rosenbaum als erste offene Stadt in Deutschland friedlich übergeben wurde. „Ich werde in Zukunft immer daran denken, wenn ich an diesem Platz vorbeikomme“, bekannte Pfarrer Willi Stroband am Ende seiner Ausführungen.

Gedanken zum Thema „Unfrieden“

Als Vertreter der Griechisch-Orthodoxen Gemeinde rief Simeon Sougaris auf Griechisch singend den Pfingstgeist an, während Pfarrer Benjamin Bartels den von Menschen und den von Gott gemachten Unfrieden thematisierte. Denn nach der Liturgie wurden die Jünger Christi nach einem Brausen vom Himmel mit dem Heiligen Geist erfüllt. „Ich wünsche euch eine fette Portion heiligen Geist“, wandte sich der Pfarrer an die Gläubigen.

Die Geschichte der Friedenstaube beleuchtete Pfarrerin Dorothea Helling von der Evangelischen Kirchengemeinde. „Tauben werden gemeinhin als Ratten der Lüfte bezeichnet, haben also einen nicht so guten Ruf“, führte sie aus.

300 hölzerne Tauben als Zeichen des Friedens

Doch mit ihrer Aufgabe in der Geschichte der Arche Noah habe sie mit dem Olivenzweig im Schnabel als Friedenszeichen ihren Ruf als Friedenstaube begründet: „Die Taube zeigt: Gott wird weiterhin unter uns wirken.“ 300 kleine Friedenstauben aus Holz waren es, die die Gottesdienstbesucher als Andenken mit nach Hause nehmen durften.

Zusammenkommen sowie miteinander speisen und reden gehörte auch dieses Mal zum Pfingstival. Bei Bratwurst, Pommes und Kaltgetränken blieben die Besucher nach dem Gottesdienst noch lange zusammen.

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