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Technikteam St. Bartholomäus

Homeclubbing statt Party im Pulk

Ahlen

Bis zum erlaubten Feiern im Club wird noch einige Zeit vergehen. Die beiden DJs Robin Linnemann und Steven Tammen sorgten jetzt für eine originelle Überbrückung.

Von Martin Feldhaus

Die DJs Steven Tammen und Robin Linnemann gaben in der letzten Stunde Homeclubbing gemeinsam Gas. Foto: Martin Feldhaus

Wildes Tanzen? Oder mit einem Drink an der Theke stehen und zum Sound im Club feiern? Das ist derzeit noch undenkbar. Denn während Restaurants und Kneipen wieder geöffnet sind, müssen sich Partygänger nach wie vor gedulden: Die aktuellen Corona-Regeln in Nordrhein-Westfalen sehen eine Öffnung des Innenraums von Clubs und Diskotheken unter bestimmten Voraussetzungen erst ab September vor. Und bis dahin? Das Technikteam der Kirchengemeinde St. Bartholomäus hatte eine Idee, um die Wartezeit etwas erträglicher zu gestalten: Per Live­stream sendete die Gruppe am Samstag zumindest ein kleines Stück Clubatmosphäre in die Gärten und Wohnzimmer von Partygängern. Von 20 bis 24 Uhr gab es Livemusik von den beiden DJs Robin Linnemann und Steven Tammen, die zunächst im Wechsel und in der letzten Stunde dann gemeinsam fette Sounds zu den Zuhörern transportierten. Auf der musikalischen Agenda: alles, was Feierlaune bringt und abgeht.

Coronakonformes Feiern

„Wenn man nicht feiern kann, bringen wir die Party eben zu den Leuten“, erklärte Robin Linnemann. Ein Angebot, das mit immerhin 150 Aufrufen auf eine gute Resonanz stieß, wobei es sich dabei auch um einige kleine Gruppen von Freunden handelte, die sich im coronakonformen Rahmen trafen und sich dabei über die passende Musik via Live­stream freuten. Die Zuhörerinnen und Zuhörer nutzten die Livemusik, um zu tanzen, oder einfach nur als musikalische Umrahmung eines netten Abends in lockerer Atmosphäre.

Das Technikteam von St. Bartholomäus sorgte dafür, dass der Livestream lief. Foto: Martin Feldhaus

Für die beiden DJs insgesamt keine einfache Aufgabe. Robin Linnemann: „Es fehlt das unmittelbare Feedback über die Gestik und Mimik.“ Dennoch sei das Format spannend. Das Publikum hatte bereits im Vorfeld über die sozialen Medien Wünsche äußern können und trat auch während des Streams mit dem Technikteam von St. Bartholomäus in Kontakt. Das gab die musikalische Anregungen an die DJs weiter.

Idee nach Kirchen-Livestream

Die Idee zum Home­clubbing hatte das Technikteam übrigens, als es beim Abbau nach einem Live­stream in der Kirche vor einiger Zeit mal wieder etwas später wurde. Die Frage „Was können wir mit dem Equipment eigentlich sonst noch machen?“ sei dabei aufgekommen. Die Antwort hierauf lautete: ein kleines Stück Ausgelassenheit zu denen bringen, die ihre Clubs und Diskotheken nun schon so lange vermissen. Dafür investierten die jungen Techniker über 30 Stunden in den Aufbau des DJ-Pults mit entsprechenden Lichteffekten.

Das Equipment hierfür stellte Michael Oertel von der Firma „Order a Party!“ bereit, der das Technikteam in den vergangenen Monaten auch immer bei den Live­streams in den Kirchen unterstützt hatte.

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