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Umbenennung des SkF-Hauses

Im Gedenken an Paula von Ketteler

Ahlen

Paula von Ketteler hat den Sozialdienst katholischer Frauen geprägt. Nach ihr wurde jetzt eine wichtige Einrichtung in Ahlen benannt.

Der Vorstand des Sozialdienstes katholischer Frauen mit der Vorsitzenden Maria Kleineidam (3.v.l.) und Einrichtungsleiterin Ria Claespeter (r.) Foto: Sozialdienst katholischer Frauen

Es hätte keinen treffenderen neuen Namen für das Mutter/Vater-Kind-Apartmenthaus des SkF (Sozialdienst katholischer Frauen) an der Königstraße geben können: Die stationäre Einrichtung für schwangere Mädchen und Frauen sowie für Mütter und Väter in Notlagen trägt nun den Namen Paula-von-Ketteler-Haus.

Die Namensgebung ist mit besonderem Bedacht gewählt worden, schreibt der SkF: Dass sich der Frauenfachverband so erfolgreich entwickeln konnte und über die Kreisgrenzen hinaus tätig und bekannt ist, hat der SkF der langjährigen Vorsitzenden Paula Freifrau von Ketteler zu verdanken. Die 2015 Verstorbene hat den SkF mehr als 30 Jahre mit großem sozialen Engagement begleitet und maßgeblich gestaltet. Ihr zu Ehren trägt das Haus den neuen Namen.

Feierstunde mit Landrat

In der Feierstunde rund um das Paula-von-Ketteler-Haus zeigte sich auch Landrat Dr. Olaf Gericke beeindruckt von dem Tatendrang der Namensgeberin. Er verwies in seiner Ansprache auf den symbolträchtigen Charakter des neuen Logos. „Das Haus in ihrem Schriftzug symbolisiert, dass es ein Fundament gibt. Und das sind die christlichen Werte. Denn das ist ihr wahrer Antrieb: Sie helfen Menschen in schwierigen Lebenslagen und dafür möchte ich ihnen meinen Dank aussprechen“, so der Landrat.

Maria Kleineidam, Vorstandsvorsitzende des SkF, erklärte, warum gerade dieser Name für die Einrichtung gewählt wurde: „Mit dem Namen eines Menschen verbinden wir Erinnerungen und Erlebnisse, wir verknüpfen eine Geschichte, ein unverwechselbares Bild. So war es auch mit unserer Einrichtung. Paula von Ketteler war eine Frau voller Energie, Tatendrang und Visionen.“

„Paula von Ketteler lag die Förderung der Mutter/Vater-Kind-Einrichtung, die vor über 20 Jahres als Bundesmodellprojekt eröffnet wurde, immer besonders am Herzen“, befand auch SkF-Geschäftsführerin Susanne Pues.

Paula und ein Haus

Das neue Logo setzt sich übrigens zusammen aus dem Vornamen „Paula“, mit der original Handschrift der Namensgeberin und ist eingerahmt von einem skizzenhaft dargestellten Haus. Das bisherige Logo zeigte eine Mutter mit Kind und passte schon lange nicht mehr zur pädagogischen Ausrichtung und zum modernen Rollenbild und Selbstverständnis von Mutter oder Vater.

Voller Stolz blickt auch Einrichtungsleitung Ria Claespeter auf das Paula-von-Ketteler-Haus, das im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte vielen Müttern, Vätern und Kindern ein Zuhause auf Zeit geworden ist. Zudem hat sich die pädagogische Arbeit in der Einrichtung mit den wandelnden Anforderungen und Bedarfen der Klientinnen und Klienten verändert. „Es sind nicht mehr ausschließlich junge Mütter, die Hilfe bei uns suchen, sondern Elternteile aus verschiedensten Lebenslagen mit den unterschiedlichsten Biografien“, erklärt sie. Heutzutage sei auch die Arbeit vielschichtiger und mehrdimensionaler geworden, dies erfordere Flexibilität im Denken und Offenheit für neue Ideen.

Multiprofessionelles Team

Auch das multiprofessionelle Team des Paula-von-Ketteler-Hauses berichtete aus der täglichen Arbeit. Sozial- und Heilpädagoginnen, Gesundheits- und Familienpflegerinnen und Erzieherinnen sind nur einige der Berufe, die hier ihrer Profession nachkommen und deren oberste Priorität es ist, die Stärken der Bewohnerinnen und Bewohner zu fördern.

Dechant Peter Lenfers nahm die Segnung des Hauses vor. Danach hatten die Gäste, unter ihnen auch die Familie der verstorbenen Freifrau von Ketteler die Möglichkeit, die Räumlichkeiten des Paula-von-Ketteler-Hauses zu besichtigen. Für den musikalischen Rahmen sorgte Sängerin Kerstin Arnemann.

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