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Abschied von Schulleiterin

In 28 Tagen um die Welt

Ahlen

Das Gymnasium St. Michael verabschiedet seine Schulleiterin Mechtild Frisch in den Ruhestand – auf originelle Weise.

Von Martin Feldhaus

In 28 Tagen um die Welt laufen will die Schulgemeinde des Gymnasiums St. Michael im Rahmen einer Spendenaktion zum Abschied von Schulleiterin Mechtild Frisch. Foto: Gymnasium St. Michael

In 28 Tagen um die Welt – das ist ein äußerst ambitioniertes Unterfangen. Die Schulgemeinde des Gymnasiums St. Michael wagt es dennoch und möchte mit vereinten Kräften nicht weniger als 40 075,017 Kilometer zurücklegen. Einmal rund um den Äquator. Und zwar in Gestalt eines coronakonformen Spendenlaufs. Der soll das Abschiedsgeschenk für Schulleiterin Mechtild Frisch sein, die seit dem Jahr 2006 an der Schule wirkt und zum Ende des Schuljahrs 2020/2021 ihre Laufbahn beenden und in den wohlverdienten Ruhestand gehen wird.

Spende für karitatives Projekt

Die Idee hinter dem Lauf: Alle Teilnehmenden suchen sich einen Sponsor, der pro zurückgelegtem Kilometer eine bestimmte Summe spendet (vorgeschlagen sind 50 Cent). Im Rahmen der Verabschiedung Mechtild Frischs soll die gesammelte Summe dann von einem prominenten, aber noch unbekannten Schlussläufer – bestenfalls mit der Beendigung der Weltumrundung – an die scheidende Schulleiterin übergeben werden. Und zwar zur Unterstützung eines karitativen Projekts ihrer Wahl.

Karla Schenkel (l.) und Pauline Schepers (r.) geben den Startschuss. Foto: Gymnasium St. Michael

Die Aktion startete am Mittwoch auf dem Schulhof als die beiden Abiturientinnen Karla Schenkel und Pauline Schepers mit einem symbolischen Startlauf die Aktion eröffneten und gleichsam den Startschuss für die ganze Schule abgaben. Jetzt sind bis zum 30. Juni um 12 Uhr alle Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Mitarbeitende und Ehemalige des Gymnasiums aufgerufen, möglichst viel zu joggen, zu wandern, zu radeln, zu skaten, zu schwimmen oder auch zu rudern und die zurückgelegten Distanzen mit einer App aufzuzeichnen. Die zeigt dann in Echtzeit an, ob die Schulgemeinde der Weltumrundung mit flotten Schritten näherkommt oder die Schuhe beim Laufen noch mehr qualmen und einige noch stärker in die Pedale treten müssen. Zudem sollen die unterschiedlichen sportlichen Aktivitäten in Fotos und kleinen Videoclips zusammengefasst werden, die dann ein Video für die Verabschiedung Mechtild Frischs ergeben. Weiterhin ist eine Fotowand in der Pausenhalle geplant.

Maximilian Dermann

„Wir sind optimistisch, dass wir es einmal um die Welt schaffen, wenn alle an einem Strang ziehen“, sagen Benedikt Suntrup und Maximilian Dermann als Vertreter der Sportfachschaft, die diese Aktion initiiert hat. Eigentlich hätte es zum Abschied von Mechtild Frisch, die auch Sport unterrichtet, ein großes Sportfest geben sollen. Ein solches hatte sich die scheidende Leiterin an ihrer Schule vor dem Ruhestand noch gewünscht. Da das aber pandemiebedingt nicht durchführbar war, reifte die Idee, diesen coronakonformen Spendenlauf zu starten.

Meter machen auf dem Rennrad

Bei dem wollen die beiden Sportlehrer sofort mit gutem Beispiel voran gehen. So hatte Benedikt Suntrup für Mittwoch und Donnerstag sofort zwei Rennradtouren auf der Agenda, um für den guten Zweck ordentlich Meter zu machen. Und auch die Schüler sind bereits seit Längerem informiert und hoch motiviert. „Sie sprechen sich untereinander ab und motivieren sich gegenseitig“, freut sich Maximilian Dermann darüber, dass die ganze Schule darauf brennt, nach den oft Corona-Monaten für ihre Schulleiterin und den guten Zweck loszulegen.

Mechtild Frisch, die von der Aktion am Mittwoch komplett überrascht wurde, zeigte ihre Freude darüber offen: „Ich bin Sportlehrerin und sozial engagiert. Von daher ist dieser Spendenlauf die perfekte Verbindung.“

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