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„Skate in den Mai“ echter Publikumsmagnet

Initialzündung für Ahlener Skaterpark?

Ahlen

Aus dem „Skate in den Mai“ könnte sich auf der Zeche Westfalen mehr entwickeln. Vielleicht sogar ein Ahlener Skaterpark mit regionaler Ausstrahlung?

Von Martin Feldhaus

Hier gab‘s richtig was zu sehen: Skater zeigten nicht nur auf der Rampe ihr Können. Zwischendurch flogen BMX-Fahrer waghalsig durch die Luft. Zuschauer kamen beim „Skate in den Mai“ auf der Zeche Westfalen auf ihre Kosten. Foto: Martin Feldhaus

Kann die Zeche Westfalen ein Anziehungspunkt für Skater werden? Dass das Potenzial des Geländes auch für diese sportliche Nutzung enorm ist, wurde am Samstag wieder einmal eindrucksvoll deutlich. Der neu gegründete Skateverein „Dezentrale Ahlen“ (DZA) hatte in Kooperation mit dem Stadtteilbüro Ahlen Süd/Ost unter dem Motto „Skate in den Mai“ zu einem Treffen auf dem Platz hinter der Maschinenzentrale eingeladen – mit überragender Resonanz: Mehr als 200 Gäste kamen. Einige zeigten auf ihren Skateboards verschiedene Tricks wie Ollies, Backside Tailslides oder Kickflips, andere schauten sich die akrobatischen Einlagen der jungen und erfahrenen Skater an und staunten dabei nicht schlecht. Die Veranstaltung zog auch einige interessierte Maigänger an, die bisher kaum Berührungspunkte mit der Skaterszene hatten.

„Das ist einfach nur sehr gut“, freute sich Martin Blomberg, DZA-Vorsitzender, über den großen Andrang bei der insgesamt vierten Veranstaltung „von Skatern für Skater“ auf dem Zechengelände. Es seien auffällig viele Aktive da. Die kamen längst nicht nur aus Ahlen, sondern aus dem gesamten Umkreis und teilweise sogar aus Brandenburg oder Rostock, um an verschiedenen Contests teilzunehmen, die der Sponsor „Never Enough“ aus Brandenburg ermöglicht hatte. Ab 14 Uhr zeigten Anfänger, Amateure und Profis unter anderem beim „Street Contest“ ihr Können. Jeder Teilnehmer durfte in zwei Läufen von jeweils einer Minute zeigen, was er so alles drauf hat. Unterstützung gab es von den applaudierenden Zuschauern. Moderator Christian Heise stellte die einzelnen Teilnehmer vor und kommentierte die verschiedenen Manöver mit den Skateboards.

Sybille Kordes, JZ Ost

Für den „Skate in den Mai“ konnte sich die DZA über breite Unterstützung aus unterschiedlichen Bereichen freuen. So unterstützten die Glückaufstiftung und die Tischlerei Bertram den Verein bei der Anschaffung einiger neuer Rampen, die das Skaterherz höherschlagen ließen. Zudem halfen auch das JuK-Haus, der Lunch-Club und das Jugendzen­trum Ost bei der Gestaltung des Rahmenprogramms. „Der Platz hier bietet sich zum Skaten einfach an“, lobte Sybille Kordes (JZ Ost) das Engagement der Ahlener Skater. Sie hoffe, dass Skaten auf dem Zechengelände auch künftig möglich sei. „Wir würden uns freuen, wenn sich hier etwas entwickelt“, so Kordes.

Das Treffen zog nicht nur zahlreiche Skater auf den Platz hinter die Maschinenzentrale. Auch BMX-Fahrer und Inlineskater freuten sich über die Strecke mit zahlreichen Rampen. Zudem gab es auch wieder eine Sprayaktion mit dem bekannten Ahlener Sprayer Lemming, der der DZA erneut ein Werk widmete. Nach den Wettbewerben sorgten die DJs von Flow auch abseits des Skateboards für jede Menge Bewegung zum Start in den Mai. Die Skater konnten hierbei auch SPD-Landtagskandidat Frederik Werning begrüßen, der sich ebenfalls aufs Skateboard traute. Werning hatte schon bei einem Besuch im Januar Unterstützung für eine angepeilte Nutzung der Maschinenzenrale durch die Skater signalisiert.

Hermann Huerkamp, Stadtteilbüro Süd/Ost

Am Rande des sportlichen Auftakts der Skater in den Mai richtete Martin Blomberg den Blick aber bereits nach vorne: „Wir wollen künftig in die Maschinenzentrale“, stellte er erneut klar. Ein erstes Treffen der Skater im ehemaligen Herzstück der Zeche Westfalen hatte es bereits im vergangenen Oktober gegeben. Hieran anknüpfend strebt die DZA an, in den Räumlichkeiten künftig alle zwei Wochen ein Treffen für Skater anzubieten. Unterstützung erfahren sie dabei vom Stadtteilbüro Süd/Ost. „Bei den für die Maschinenhalle denkbaren Nutzungen ist man immer im sportlichen Bereich“, so Hermann Huerkamp. Da passe das Skaten dann sehr gut. Man habe bereits einen Bauantrag gestellt, der eine Zwischennutzung einer Teilfläche im ersten Obergeschoss der Maschinenzentrale für die Skater ermöglichen wolle. „Es ist wichtig, das jetzt zu institutionalisieren“, betonte Huerkamp, der sich über den großen Andrang beim „Skate in den Mai“ freute. Eine Initialzündung für einen Skaterpark in Ahlen? „In der Region gibt es jedenfalls nichts Vergleichbares“, so Huerkamp.

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