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Marktmusik nimmt Indien in den Fokus

Jede Gottheit hat ihre eigenen Tänze

Ahlen

Wo sonst Livemusik geboten wird, stand diesmal die Bewegung im Vordergrund: Die Marktmusik präsentierte indische Tänze. Und lud anschließend zum indischen Büffet ein.

Von Ralf Steinhorst

Deepti Pandey, Bharathi Avireddy sowie die Schwestern Saanvi und Shivoni Unnithan (v.l.) brachten den Marktmusikgästen die hinduistischen Tänze aus ihrer indischen Heimat näher. Foto: Ralf Steinhorst

Die Aufführung hinduistischer indischer Tänze durften die Besucherinnen und Besucher der Marktmusik am Samstagvormittag in der St.-Marien-Kirche genießen – um anschließend den Genuss bei einem indischen Büffet in der Begegnungsstätte zur Unterstützung der Stiftung „Bridge of Hope“ fortsetzen zu können.

„Die Gruppe werden Sie in dieser Konstellation nicht mehr sehen“, wies Marktmusik-Initiator Andreas Blechmann auf die Besonderheit des Auftritts der Tanzakademie von Bharathi Avireddy aus Frankfurt hin. Und der indische Pfarrer Joseph Thota machte ihn weiter schmackhaft: „Probieren Sie diese Kultur, danach haben wir leckeres Essen.“

Schellen an den Fußgelenken

Bharathi Avireddy war mit drei ihrer Schülerinnen nach Ahlen gekommen. Zusammen mit den Schwestern Saanvi und Shivoni Unni­than sowie Deepti Pandey führte sie die Tänze in farbenfrohen indischen Kostümen auf, bei denen die Schellen an den Fußgelenken als Klangergänzung zur indischen Musik aus den Lautsprechern natürlich nicht fehlen durften.

Mit dem Bharatanatyam und dem Tellertanz Kuchipudi präsentierte das Quartett in unterschiedlicher Besetzung zwei Tanzstile. Dabei erfuhren die Besuchereiniges über die hinduistischen Gottheiten Indiens. „Wir haben viele Götter, die für verschiedene Aufgaben zuständig sind“, erklärte Bharathi Avireddy. Jeder Gottheit sind Tänze gewidmet, um ihre Gunst zu erbitten.

Pfarrer Joseph Thota hatte nach der Marktmusik zum indischen Büffet in die Begegnungsstätte eingeladen. Dieser Einladung folgten viele der Besucherinnen und Besucher. Foto: Ralf Steinhorst

Wie dem elefantenköpfigen Gott Ganesha, der im Leben Hindernisse aus dem Weg räumen soll. Warum er einen Elefantenkopf hat? Die Größe des Kopfes symbolisiert das große Wissen, das er in sich trägt. Gott Shiva hingegen kümmert sich um das Leben nach dem Tod und ist mit Sonne und Mond als Schmuck ausgestattet. „Er trägt Sonne und Mond als Schmuck in der Weise, wie Sie Ohrringe tragen“, beschrieb Bharathi Avireddy Größe dieses Gottes.

Tänzerisch fiel der Kuchi­pudi-Tellertanz aus dem Rahmen, bei dem die Tänzerinnen auf bronzenen Schalen tanzten. Was die Bewunderung der Marktmusikbesucher hervorrief, die am Ende laut applaudierten. Anschließend genossen viele von ihnen das indische Büffet und unterstützten mit Spenden die Stiftung „Bridge of Hope“ von Pfarrer Joseph Thota, der in seiner Heimat Indien bedürftigen Menschen hilft.

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