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Alternative Sternsingeraktion in allen katholischen Kirchen

Jede Menge Besuch an den Königskrippen

Ahlen

Mit so großer Resonanz hatten die Ehrenamtlichen der St.-Bartholomäus-Gemeinde gar nicht gerechnet. Umso größer war die Freude, dass viele Besucherinnen und Besucher in die Kirchen kamen, um sich den Segen der Sternsinger zu holen.

Von Martin Feldhaus

Franz-Josef und Hendrika Höppner kamen in die St.- Bartholomäus-Kirche, um zu spenden und sich den Segensspruch der Sternsinger Milla (10), Lutz (7), Rike (8) und Hanna (10) abzuholen. Foto: Martin Feldhaus

„C+M+B“ – eine Buchstabenfolge, die fast jeder kennt. Sie steht für das lateinische „Christus Mansionem Benedictat“: Christus segne dieses Haus. Normalerweise ziehen zu Beginn eines Jahres immer um die 260 Sternsinger durch Ahlens Straßen und schreiben eben diesen Segen an die Haustüren. Eine traditionelle Aktion, die aufgrund der sich aktuell stark ausbreitenden Omikron-Variante erneut nicht möglich war. Sie einfach ausfallen lassen wollte die Katholische Kirchengemeinde St. Bartholomäus aber auch nicht, und entschied sich für ein anderes Format.

Am Samstag waren die Sternsinger vor den Königskrippen in allen katholischen Kirchen präsent und brachten den Besucherinnen und Besuchern einfach dort den Segen.

Segensspruch mit Maske und Abstand

„Wir wollen die Kinder zurzeit nicht von Haustür zu Haustür schicken“, unterstrich Pastoralreferent Thomas Gocke. Als Alternative zu einer reinen Online-Spendenaktion, wie im vergangenen Jahr, entschieden sich die Verantwortlichen daher für eine Sternsingeraktion in den Kirchen, wo die Königinnen und Könige mit Abstand und Maske ihren Segensspruch aufsagten. „Ich bin sehr froh, dass wir überhaupt was machen können“, so Thomas Gocke. Das sei im Vergleich zum letzten Jahr gerade auch für die Kinder ein Fortschritt.

Ein neues Format, das ankam. „Die Resonanz war durchweg positiv“, berichtete der Pastoralreferent am Abend. Die Besucher hätten sich allesamt darüber gefreut, dass die Sternsingeraktion überhaupt stattfand und seien zahlreich gekommen, um für Kinder in Not zu spenden und Süßigkeiten sowie Obst an die Sternsinger zu übergeben.

Nicole Zibulski, Maria (13), Johanna (11) und Jakob (8) in St. Marien. Foto: Martin Feldhaus

Auch Hendrika und Franz-Josef Höppner hatte es am Vormittag gleich zu Beginn der Aktion in die St.-Bartholomäus-Kirche gezogen. „Das ist eine großartige Aktion“, lobten sie die gelungene Alternative. Bei der gab es übrigens nicht nur die mittlerweile üblichen Segensaufkleber mit der Aufschrift „20*C+M+B+22“, man konnte stattdessen auch ein gesegnetes Stück Kreise mit nach Hause nehmen und damit den Segen selbst an die eigene Haustür schreiben.

Segen zum Mitnehmen Foto: Martin Feldhaus

Auf die etwas andere Sternsingeraktion an den Königskrippen ließen sich auch die ungefähr 60 Sternsinger ein, die die Besucher empfingen. „Ich war im letzten Jahr sehr traurig, als das Sternsingen ausfallen musste“, sagte etwa Hanna (10), die dem festen Standort vor der Königskrippe aber auch etwas Positives abgewinnen konnte: „Hier ist es nicht ganz so kalt und wir sind vor dem Regen geschützt“, meinte sie mit Blick auf das nasskalte Wetter am Samstag. Eine Meinung, der sich Marie (13) anschloss: „Wir wären zwar gerne wieder rumgegangen, sind aber froh, dass es zumindest so stattfinden kann.“

Der Einladung folgten viele auch spontan. Foto: Martin Feldhaus

Für den reibungslosen Ablauf der Sternsingeraktion sorgte in jeder Kirche ein Team von Ehrenamtlichen, das schaute, dass die Hygienevorschriften eingehalten wurden und auch sonst alles glatt lief. Auch sie waren überrascht von dem Zuspruch. „Es ging zwar etwas schleppend los, aber jetzt läuft es sehr gut“, freute sich etwa Nicole Zibulski in der St.-Marien-Kirche über zahlreiche Besucher. Viele von ihnen schauten aufgrund eines am Eingang angebrachten Plakats auch spontan vorbei. Alle Mitwirkenden waren sich aber einig: „Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder von Haus zu Haus gehen können“, sprach Thomas Gocke wohl allen aus der Seele.

Die Online-Spendenaktion läuft noch bis zum 15. Februar. Weitere Informationen und der QR-Code finden sich auf der Homepage menschen-leben-kirche.de

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