1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Ahlen
  6. >
  7. Jeder vierte Ahlener hat gewählt

  8. >

Schon jetzt 2366 Anträge mehr als bei der letzten Landtagswahl

Jeder vierte Ahlener hat gewählt

Ahlen

Mehr Briefwähler mobilisierte bisher keine Landtagswahl in Ahlen. Das Allzeithoch der Bundestagswahl im Vorjahr liegt allerdings in weiter Ferne. Mit einer Differenz von über 3600 unerreichbar!

Von Ulrich Gösmann

33 Wahlurnen sind gepackt. Karina Tissen, Auszubildende bei der Stadt Ahlen, ist schon am Donnerstag in großer Runde des Sitzungssaals III durch. Foto: Ulrich Gösmann

Werbe jetzt noch, wer will: Ein Viertel der wahlberechtigten 36 569 Ahlener hat sich bereits entschieden. Bis Donnerstag, 10.15 Uhr, sind im Briefwahlbüro des Rathauses 8981 Antragsteller aktenkundig. Das sind zwar 3651 weniger, als bei der letzten Bundestagswahl mit ihrem Allzeithoch 12 632, aber 2366 mehr als bei der Landtagswahl 2017 mit 6615 Briefwählern.

Was noch geht? Büroleiter Carsten Rheker verkneift sich, die 10 000 auszusprechen. „Vielleicht werden es 9100, vielleicht 9200?“ Seit der Vorwoche falle die Kurve nach steilem Anstieg spürbar ab. „Wenn ich weiß, dass ich Briefwahl machen möchte, dann gehe ich sofort los und warte nicht bis auf den letzten Drücker.“ Gehen? Nicht ganz. Die meisten machen‘s online. Am Donnerstagmorgen kommen von den 25 frischen Anträgen nur noch vier mit der Post, der Rest per Internet. Am ersten Montag seien es noch 600 gewesen, erinnert Rheker. „Es wird auch langsam knapp. Wir müssen noch bearbeiten und wieder rausschicken.“ Tagesaktuell werden die Donnerstagseingänge postwendend fertiggemacht und könnten bestenfalls am Nachmittag über den Kurierdienst zugestellt werden.

Es wird ruhiger im Ahlener Briefwahlbüro. Foto: Ulrich Gösmann

Unterdessen sind im Nebenraum die Urnen für den Wahltag schon gepackt – und weniger voll. „Wir packen nicht mehr so exzentrisch viel rein“, zieht Rheker einen Vergleich zu den letzten Wahlen unter Coronabedingungen, als auch noch Klebebänder und Einweghandschuhe mit zur Basisausstattung gehörten. Selbst der dicke Sack mit Stiften fehlt. Entsprechend entfällt auch das Dauerdesinfizieren. Runtergefahren wird nach Vorgabe des Landeswahlleiters auch bei der Maskenpflicht am Sonntag: Wer will, kann ohne. Sicherer wäre es mit. Eine Befreiung, die fürs Briefwahlbüro nicht gilt. „Wir sind kein Wahllokal“, betont der Frontmann. Was in einem Fall auch zu lebhafter Diskussion geführt habe.

Postwendend gehen Antragseingänge am Donnerstag wieder raus. Foto: Ulrich Gösmann

Und sonst? Ein Irrläufer. Einer der roten Umschläge, der an die Stadt Olsberg adres­siert war, landete im Ahlener Rathaus – und trat gleich die Weiterreise ins Sauerland an.

Briefwahl in Notfällen auch Sonntag

Startseite
ANZEIGE